Nachrichten

09.03.2017

Frauenkampftag 2017

Am internationalen Frauenkampftag forderte SODI gemeinsam mit dem Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung gleiche Rechte für alle und Selbstbestimmung!

Frauentag 2017 Banner für sexuelle Selbstbestimmung © SODI, 2017

SODI engagiert mit dem Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung für Frauen*rechte © SODI, 2017

Überall auf der Welt erleben Frauen nach wie vor Diskriminierung und werden benachteiligt. Für das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und Frauenrechte kämpfen viele Frauen seit Jahren. Auch in Deutschland kann 2017 keinesfalls von Gleichberechtigung gesprochen werden. Laut eines aktuellen Berichtes verbringen Frauen deutlich mehr Zeit mit unbezahlten Sorgearbeiten wie Haushalt, Pflege und Ehrenämtern. Im Arbeitsleben erhalten Frauen für die gleiche Arbeit oft immer noch weniger Lohn als ihre männlichen Kollegen. Auch die Debatte über Schwangerschaftsabbrüche als Straftatbestand ist ein Thema, das eine Schieflage der Geschlechtergerechtigkeit verdeutlicht.

Frauenrechte und sexuelle Selbstbestimmung sind unumstößliche Menschenrechte. Um diese einzufordern, gingen wir mit dem Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung am internationalen Frauenkampftag auf die Straße. Bei der Auftaktkundgebung zum „Frauen*kampftag“ kamen zwischen 5.000 und 7.000 Menschen zusammen, um ihren Forderungen Ausdruck zu verleihen. „Wir müssen die Rechte, für die unsere Mütter und Großmütter gekämpft haben, verteidigen und weitertreiben. Feminismus heißt Widerstand!“, rief eine Rednerin unter großem Beifall von der Bühne.

Aber auch weltweit gilt es, Frauen auf ihrem Weg zu mehr Selbstbestimmung zu unterstützen. Frauen sind die Hauptbetroffenen von Armut und Hunger. Bis zu 70 Prozent der 800 Millionen Hungernden in der Welt sind Mädchen und Frauen. Sie sind fast überall auf der Welt von Benachteiligung, Diskriminierung und Gewalt betroffen und besitzen meist einen schlechteren Zugang zur Gesundheitsversorgung, Bildung und Produktionsmitteln. Diese Verhältnisse müssen sich massiv ändern, da auch aktuelle Studien auf den bedeutenden Zusammenhang von effektiver Entwicklungshilfe und einer Stärkung der Frauen verweisen. Gleichfalls ist die Geschlechtergleichstellung eines der zentralen Ziele der Agenda 2030. Aber nicht nur das: Gleichstellung ist ein Menschenrecht und muss um ihrer selbst willen erkämpft werden. Deshalb ist es wichtig, sich in Deutschland und weltweit zu solidarisieren und für die Rechte der Frauen einzutreten.