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18.05.2017

Besuch in Berlin – gemeinsam mit Mosambik Umweltbildung stärken

Vom 8. bis 14. Mai war eine Delegation des Umweltbildungsprojektes aus Maputo zu Gast in Berlin. Doch von trockenen Besprechungen kann keine Rede sein.

Besuch der Gartenarbeitsschule  (v.l.n.r): Sergio Cuacua (Leiter des Umweltbildungsprojekts), Chadreque Massingue (Amt für Internationales), Uwe Jaenicke (Vorstandsmitglied SODI), Herculano Matimbe (Lehrer an der Malhazine-Oberschule), (Vorstandsmitglied SODI), Ilka Füssel (Gärtnerin in der Gartenarbeitsschule) © SODI, 2017

Besuch der Gartenarbeitsschule mit einer Delegation aus Maputo

Drei Vertreter des mosambikanischen Umweltbildungsprojektes waren vom 8. bis 14. Mai in Berlin zu Gast. Im Stadtbezirk KaMubukwana der Hauptstadt Maputo wollen sie gemeinsam mit SODI und dem Bezirk Lichtenberg das Umweltbewusstsein steigern und konkret auch die Lebenssituation der Menschen verbessern.

Sergio Cuacua, Leiter des Umweltbildungsprojekts, Herculano Matimbe, Lehrer an der Malhazine-Oberschule und Leiter der schulischen Umweltklubs sowie Chadreque Massingue vom Amt für Internationales der Stadt Maputo verbrachten eine produktive und spannende Woche in Berlin. Der Höhepunkt ihres Besuchs war der Arbeitskreis Maputo, welcher auf Einladung des Bürgermeisters von Lichtenberg stattfand. An ihm nahm auch der mosambikanische Botschafter Amadeu Paulo Samuel Da Conceicao teil. Ein weiterer Höhepunkt des Treffens war für alle Beteiligten die Übergabe einer Spende von 500 Euro durch den Kleingartenverband Hohenschönhausen. Anschließend trugen die mosambikanischen Partner die aktuellen Ergebnisse des Projekts vor. Die Bilanz nach der Hälfte der Laufzeit ist durchaus erfreulich, denn das oberste Ziel, die Institutionalisierung der Umweltbildung im bevölkerungsreichsten Stadtbezirk Maputos, wurde bereits mit der Eröffnung des Umweltbildungszentrums im November 2016 umgesetzt.

Die Zukunft wird grün

Doch auch für 2017 gibt es noch viel zu tun. Man plane noch in diesem Jahr die Fertigstellung eines Gewächshauses, einer Kompostieranlage und eines Schaugartens im Umweltbildungszentrum, erzählt Sergio Cuacua. „Das wird die erste Kompostieranlage Maputos“, ergänzt er. Wie solch eine Anlage in der Praxis aussieht konnten die Delegierten bei einem Besuch der Kompostieranlage von der Sagema GmbH am Freitag begutachten. Dabei war es kein bloßer Rundgang durch die Kompostieranlage Lichtenbergs. Die Experten aus Mosambik hatten bereits einige Vorkenntnisse und es kam zu einem regen Austausch über die sich entwickelnden Temperaturen im Verrottungsprozess und über die praktische Umsetzung unter anderen Klimabedingungen. SODIs Projektpartner in Maputo wollen den Kompost an die Kleinbauern und –bäuerinnen und ihre landwirtschaftlichen Kooperativen verkaufen. Im Gewächshaus sollen Jungpflanzen gezogen und verkauft werden. Zudem wird das Umweltbildungszentrum Workshops am praktischen Beispiel durchführen – für den Herbst 2017 ist ein erster Workshop zur Erstellung eines eigenen Komposthaufens für Kleinbauern und –bäuerinnen sowie Schulen geplant. So könne sich das Zentrum zukünftig auch selbst finanzieren, sagt der Leiter des Projekts.

Die Woche bot ebenfalls viel Raum für neue Ideen für der Verbreitung von Umweltbewusstsein. Die Partner besuchten zusammen mit SODI die Max-Taut-Schule, das Umweltbüro Lichtenberg, die Gartenarbeitsschule sowie die IGA. Die Max-Taut-Schule veranstaltete anlässlich des Europatages einen Wettbewerb mit Schautafeln über Müllvermeidung und -trennung. Die Tafeln sollen ins Portugiesische übersetzt und an das Umweltbildungszentrum übergeben werden.

Eine weitere wichtige Projektkomponente ist die Fortführung der Umweltmaßnahmen an den drei mosambikanischen Schulen. Die Schüler*innen wollen 2017 als Multiplikator*innen auch in den restlichen Schulen und in der Nachbarschaft des Bezirks KaMubukwana Umweltbewusstsein verbreiten.

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