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30.05.2019

Umweltbildung für nachhaltige Entwicklung: Auftaktworkshop in Namibia

Wie können die Bewohner*innen des südlichen Afrikas gemeinsam den negativen Auswirkungen des Klimawandels entgegentreten? Dieser und verwandter Fragen widmeten sich Vertreter*innen von -vier Organisationen aus dem südlichen Afrika Mitte Mai in Namibia.

Auftaktworkshop zum länderübergreifenden Projekt © SODI

Im Rahmen von SODIs länderübergreifendem Projekt organisierten die Partnerorganisationen aus Namibia, Mosambik und Südafrika vom 13. bis 17. Mai die Auftaktveranstaltung in Namibia. Unser Programm-Manager Julian Jekel gestaltete den Workshop zusammen mit der gastgebenden Organisation EduVentures.

Die Teilnehmer*innen diskutierten, reflektierten und schmiedeten die Zukunftsvision für die 40 Monate der schon initiierten länderübergreifenden Kooperation. Diese erste persönliche Begegnung erwies sich für alle Projektbeteiligten als produktiver Austausch, z.B. zur Koordinierung der länderübergreifenden Aktivitäten, Berichterstattung und finanziellen Fragestellungen. Zum ersten Mal hatten alle involvierten Organisationen eine gemeinsame Plattform für die Vorstellung ihrer eigenen Aktivitäten und Erfahrungen. Sie identifizierten thematische Schwerpunkte und Schnittstellen, die für das länderübergreifende Umweltbildungsprojekt von Bedeutung, aber auch darüber hinaus für den zukünftigen Austausch relevant sind.

Die Kombination aus Workshops, Präsentationen, Teambuilding und abschließendem Grillabend sorgte für einen intensiven Austausch in harmonischer und respektvoller Atmosphäre. Die Gefahren und Risiken heutiger und zukünftiger Folgen des Klimawandels behielten die Teilnehmer*innen dennoch stets im Hinterkopf. Alle drei Länder haben mit klimatischen Veränderungen zu kämpfen. In Namibia hat die diesjährige Regenzeit, statt für ausreichende Wasserversorgung, für Dürre gesorgt. Folglich steht das Land möglicherweise bald vor einem Wassernotstand, auf den sich die Bevölkerung vorsichtig einstellt. Mosambik dagegen wurde in den vergangenen Monaten von zwei verheerenden Zyklonen heimgesucht, die weite Teile des Landes verwüsteten und unter Wasser setzten.   

Umweltbewusstsein im südlichen Afrika stärken

Die Implementierung des länderübergreifenden Projektes begann bereits Ende 2018. Es stellt die erste transnationale Herausforderung sowohl für die vier Partner ASDA (Mosambik), SPP (Südafrika), PACSA (Südafrika) und EduVentures (Namibia), als auch für SODI dar. Unsere Vision ist es, die teilnehmenden Organisationen mit ihren jeweiligen Erfahrungen und ihrer Expertise in den Bereichen E-Learning, Umweltbildung, Empowerment der Zielgruppe, agrarökologische Landwirtschaft und Networking in einem Projekt zu vernetzen und einen länderübergreifenden Erfahrungsaustausch zu ermöglichen. Zusätzlich setzt jede Partnerorganisation unmittelbare Maßnahmen vor Ort mit unterschiedlichen Zielgruppen (Schüler*innen, Kleinbäuerinnen etc.) um. In der Wirkung sollen Umweltbewusstsein gesteigert und Anpassungsstrategien für besonders benachteiligte, vulnerable Bevölkerungsschichten in den drei Ländern entwickelt und die negativen Auswirkungen von Klimaveränderungen, insbesondere von Starkwetterereignissen, auf die Zielgruppen reduziert werden.