Anouphon Chanthasone Helden für Entwicklung Laos

Anouphon Chanthasone ist 23 Jahre alt und Bomben-Räumer in einem der SODI-Flächenräumteams im laotischen Distrikt Khamkeut. Er stammt aus ärmlichen Verhältnissen. Seine Eltern haben ein kleines Stück Land, auf dem sie Reis anpflanzen. Ähnlich wie seine sieben Geschwister musste Anouphon Chanthasone schon als Kind auf dem Reisfeld helfen. Nicht selten kam er dabei in Kontakt mit den gefährlichen Streubomben, die dort noch immer lauern. Man kann von Glück sagen, dass er und seine Familie dabei nicht selbst Opfer eines Blindgängers wurden.

Anouphon Chanthasones verlor als Kind seinen Freund durch einen Blindgänger. Sein Freund wollte fischen gehen und so suchte er im Boden nach Regenwürmern. Plötzlich explodierte ein Blindgänger und verletzte den Jungen tödlich. Für Anouphon Chanthasone war das ein einschneidendes Erlebnis und so beschloss er später selbst als Bomben-Räumer zu arbeiten, um so die Menschen in seinem Dorf vor dem gleichen Schicksal zu bewahren.  

Heute ist er stolz auf das, was er tut. Täglich ist er mit den anderen Heldinnen und Helden für Entwicklung auf den Feldern und Flächen des Distriktes Khamkeut unterwegs. Wie hart seine Arbeit auch sein mag, er weiß, dass sie sehr wichtig ist. Der mahnende Apell, den Anouphon Chanthasone als junger Mensch, der noch nicht einmal geboren war, als der Krieg begann, aber heute immer noch mit seinen Folgen leben und diese bekämpfen muss, wirkt eindringlich: „Unschuldige Menschen leiden noch immer unter den gefährlichen Kriegsresten. Die Menschen in der Welt sollten sich selbst davon überzeugen, welchen Schaden Streumunition und andere Blindgänger in Laos anrichten, um wirklich zu verstehen, dass jede weitere Produktion und der Gebrauch von Streumunition noch mehr unschuldige Menschen tötet.“

 

Fotograf: © John Rodsted / SODI e. V.