Helden für Entwicklung Zitat

Herr Tran Van Nam ist 45 Jahre alt und arbeitet seit drei Jahren in einem der SODI-Mobilteams für Kleinflächenräumung in Vietnam. Der Vater von zwei Kindern stammt aus der Provinz Nghe An. Die Provinz gehört zu den ärmeren Regionen Vietnams. „Als ich noch klein war, gab es viele Bomben in Nghe An.“, erinnert sich Herr Van Nam. „Einige meiner Freunde sind bei der Arbeit auf dem Reisfeld ums Leben gekommen, weil sie auf Blindgänger trafen“. Diese Erinnerung macht ihn noch heute sehr betroffen.  

Die Gefahr und die damit verbundene Angst sind auch für Herrn Van Nam allgegenwärtig. Auch wenn die SODI-Mobileteams sehr erfahren und gut ausgebildet sind, ist die Anspannung bei ihm und seinen Kollegen manchmal doch noch groß, vor allem, wenn sie auf bisher unbekannte Munitions- oder Zündertypen treffen. Seine Frau ist häufig besorgt, weil sein Job sehr gefährlich ist, doch er entgegnet ihr stets, dass seine „Arbeit wichtig sei für eine bessere Zukunft für die Menschen in Vietnam“. 

Wenn Herr Van Nam über seine Arbeit spricht, wird er nachdenklich: „Niemand aus der Bevölkerung wollte, dass es einen Krieg gibt, aber nun müssen wir mit den Folgen des Krieges klar kommen. Der Krieg ist schon seit so langer Zeit vorüber, aber die Menschen leiden immer noch unter den Folgen, insbesondere dort, wo das Land mit Blindgängern verseucht ist.“ In Vietnam gibt es viele Flächen, die wegen der hohen Belastung mit Blindgängern nicht genutzt werden können, obwohl es einen dringenden Bedarf für diese Flächen für die Landwirtschaft und Ansiedlung gibt. In manchen Gegenden haben Eltern Angst, ihre Kinder draußen spielen zu lassen, weil es dort noch so viele explosive Blindgänger gibt. „Meine Arbeit ist sehr wichtig. Daher freue ich mich und bin auch sehr stolz, wenn wir eine Fläche von Blindgängern geräumt haben, dass die Menschen diese Flächen wieder gefahrlos nutzen und Kinder wieder sicher draußen spielen können.“

 

Fotograf: © John Rodsted / SODI e. V.