Es geht um ihre Zukunft

Fast täglich ereignen sich in Vietnam und Laos Unfälle mit Blindgängern, die nicht selten tödlich enden. Betroffen sind häufig Kinder, die ahnungslos auf Feldern und Wegen spielen und dabei auf vermeintliches Spielzeug treffen.

Auf den ersten Blick ist es Spielzeug. Einen zweiten gibt es oft nicht mehr

Rund zwei Millionen Tonnen Bomben warf die USA von 1964 bis 1973 über Laos ab. Dies ist vergleichbar mit einem Bombenangriff alle acht Minuten, 24 Stunden am Tag über einen Zeitraum von neun Jahren. Noch heute liegen rund 30 Prozent der abgeworfenen Bomben als Blindgänger im ganzen Land verteilt. Auch in Vietnam sind noch immer 21 Prozent der Landesfläche mit Landminen, Streumunition und anderen Blindgängern verseucht. Die Opfer dieser gefährlichen Kriegshinterlassenschaften sind häufig Kinder.

Boun Sayavong aus dem laotischen Dorf Houay Keo war eines dieser Kinder. Der heute 23-Jährige wurde als Kind selbst Opfer gefährlicher Streumunition. Er war gerade sechs Jahre alt, als er und seine Schwester auf dem Reisfeld seiner Eltern unterwegs waren. Er war auf der Suche nach Grillen und so schlug er mehrmals mit seiner Hacke in den Boden. Er kann sich noch gut an das Geräusch erinnern, als seine Hacke auf die Streubombe stieß. „Ich dachte, es sei ein Stein, daher machte ich weiter.“ erinnert er sich. Plötzlich gab es eine heftige Detonation, die ihn und seine Familie aus ihrem bisherigen Leben riss.

Unterstützung für die Opfer und ihre Familien ist in Vietnam und Laos nur begrenzt verfügbar. Die ländlichen Krankenhäuser sind zu schlecht ausgestattet, um Unfallopfer versorgen und behandeln zu können. Die medizinische Versorgung solcher Verletzungen ist eigentlich nur in größeren Städten möglich. In den meisten Fällen ist es jedoch sehr schwer, kurzfristig einen Notfalltransport zu organisieren, den die betroffenen Familien ohnehin meist nicht bezahlen können. Das bekam auch Boun Sayavong zu spüren. Sein Vater brachte den schwer verletzten Jungen mit dem Fahrrad ins nächstgelegene Krankenhaus. Drei Stunden später erreichte er endlich die dringend erforderliche Hilfe für seinen Jungen. Dreieinhalb Monate verbrachte Boun Sayavong im Krankenhaus. Trotz der guten medizinischen Behandlung konnten die Ärzte seine rechte Hand nicht retten. Zudem verlor er sein rechtes Augenlicht, auf dem linken ist er fast blind.  

 

Für ein Leben in Sicherheit

Heute - 17 Jahre nach dem verheerenden Unfall - ist Boun Sayavong selbst Vater einer Tochter und sehr stolz auf seine Familie und seine Arbeit. Seit 2011 arbeitet er im SODI-Projekt im Distrikt Khamkeut und klärt vor allem Kinder über die Gefahren von Blindgängern auf, damit ihnen sein Schicksal erspart bleibt. Boun Sayavong ist damit Teil des großen Teams von SODI, das sich in Laos um die Beseitigung von gefährlichen Kriegsresten und um die Aufklärung der Bevölkerung kümmert.

Seit 1998 räumt SODI in Vietnam – und seit 2009 auch in Laos – dank der finanziellen Unterstützung durch das Auswärtige Amt gefährliche Kriegsreste. In den geräumten Gebieten werden Entwicklungsprojekte durchgeführt, um die Lebensumstände der Menschen nachhaltig zu verbessern. Wo vorher nicht-explodierte Kriegsreste das Leben der Menschen bedrohten, werden Dörfer, Felder und Wege für die Menschen wieder gefahrlos nutzbar gemacht. Vor allem die Aufklärung über die Gefahren dieser gefährlichen Kriegshinterlassenschaften ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der SODI-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort. Denn die Aufklärung der Bevölkerung – insbesondere der Kinder – trägt erheblich zur Reduzierung von Unfällen bei. Regelmäßig gehen die SODI-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Schulen und erklären den Kindern, wie gefährlich Minen, Streumunition und andere Blindgänger sind. Einfühlsam aber bestimmt machen sie ihnen bewusst, dass man immer zweimal hingucken muss, egal, was man auf oder im Boden findet, denn auf den ersten Blick ist es Spielzeug. Einen zweiten gibt es oft nicht mehr.

Was ist Freetoys24?

Mit der Aktion „Freetoys24“ will SODI auf die Gefahren von Minen und Blindgängern, denen Kinder in Vietnam und Laos - und weiteren 64 Ländern weltweit - täglich ausgesetzt sind, aufmerksam machen und um Unterstützung für die Opfer bitten. Ideengeber dieser Aktion ist die Agentur Scholz & Volkmer, die ihre Arbeit für den guten Zweck zur Verfügung stellte.

Helfen Sie mit und machen Sie die Aktion in ihrem sozialen Netzwerk bekannt. Teilen Sie die Aktion auf facebook oder twitter. Gerne können Sie die Aktion auch auf anderen Internetseiten und Blogs bekannt machen.

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Freetoys24 ist eine gemeinsame Aktion von SODI und der Agentur Scholz & Volkmer

Es geht um ihre Zukunft

Nur durch Aufklärungsarbeit und die Räumung von Blindgängern und Streumunition können Kinder vor einem tragischen Schicksal bewahrt werden. Helfen Sie mit! Als Kennwort geben Sie bitte unter Alternativer Verwendungszweck "Kriegsfolgen beseitigen" an.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen zu den Räum- und Entwicklungsprojekten der beiden Länder finden Sie hier: