Globales Lernen

Globales Lernen ist ein Bildungskonzept, das sich als Antwort auf Globalisierungsprozesse versteht. Im Mittelpunkt des Globalen Lernens stehen die Auseinandersetzungen mit der Frage nach sozialer Gerechtigkeit und die weltweite Durchsetzung der politischen, sozialen und wirtschaftlichen Menschenrechte.

SODI stellt mit seinen Angeboten des Globalen Lernens Perspektiven von Menschen aus Ländern des Globalen Südens und Nordens ins Zentrum. Mit Fokus auf die vier Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung - Gesellschaft, Politik, Umwelt und Wirtschaft - werden Wechselwirkungen zwischen lokaler und globaler Ebene thematisiert, globale Problemlagen herausgearbeitet und Chancen zur Bearbeitung dieser Herausforderungen diskutiert.

 

Im SODI-Bildungsprogramm werden vor allem junge Menschen für die zahlreichen Hintergründe und Verflechtungen globaler Ungleichheit sensibilisiert. Dazu hat sich SODI auf die Konzeption innovativer Methoden spezialisiert, die die Zielgruppen in die Gestaltung der Angebote kreativ einbeziehen und somit zum Beispiel postkoloniale Zusammenhänge direkt erfahrbar machen.

 


Angebote des Globalen Lernens - Bildungsprogramm "Entwicklungsland Deutschland"

 

Ein Ausweg aus der multiplen Krise (z.B. soziale Ungerechtigkeiten, ökologische Desaster und ökonomische Krisen) und nachhaltige globale Entwicklung sind nur möglich, wenn fundamentale Veränderungen in den Produktions-, Konsum- und Denkmustern stattfinden. Länder des Globalen Nordens müssen die Entwicklungsbedürfnisse der Länder des Globalen Südens anerkennen und gleichzeitig den eigenen übermäßigen Ressourcenverbrauch begrenzen. Länder des Globalen Nordens müssen vielfältige Perspektiven wertschätzen und deren gleichberechtigte Teilhabe an gesellschaftlichen Veränderungsprozessen fördern. Länder des Globalen Nordens müssen (historische) Bedingungen von globalen Ungerechtigkeiten als postkolonial thematisieren und anerkennen. In diesem Sinne sind alle Länder „Entwicklungsländer“ – nicht nur die als solche bezeichneten.

Da junge Menschen unsere Welt jetzt und zukünftig maßgeblich mitgestalten, möchte SODI vor allem junge Menschen sensibilisieren, informieren und motivieren, sich für eine global gerechte und zukunftsfähige Welt einzusetzen. SODI möchte junge Menschen dabei unterstützen, eigene Erfahrungen und Handlungsmöglichkeiten zu reflektieren und mit anderen zu teilen.

 

Im Theaterprojekt „Spielwut – Spielmacht erarbeiten junge Erwachsene theaterpädagogisch die Zusammenhänge von Entwicklungszusammenarbeit, Kolonialgeschichte und Rassismus. Im Fernseh-Projekt „Draufsicht“ fragt ein junges ehrenamtliches Team nach Ursachen von weltweiter Ungerechtigkeit und stellt die Verantwortung und beispielgebende Handlungsmöglichkeiten von Menschen und Initiativen vor. Das Online-Projekt „Erinnerungsorte – Vergessene und Verwobene Geschichten“ thematisiert marginalisierte Erzählungen von Berliner Communities wie beispielsweise Afrikaner*innen und Schwarzen Deutschen (Kooperationspartner*innen: ASH, HTW, Stiftung Jüdisches Museum, August Bebel Institut und Berlin Postkolonial e.V.). Das Online-Spiel „Handy Crash“ thematisiert den Lebenszyklus des Handys und zeigt Jugendlichen, was Handys mit globalen politischen und ökonomischen Zusammenhängen zu tun haben. Workshops und die Online-Plattform globales-lernen-digital.de bilden in Medienpädagogik und -kompetenz im Globalen Lernen weiter.

 

Weitere Informationen zu den Angeboten des Globalen Lernens können in der SODI-Geschäftsstelle bei Daniel Weyand unter d.weyand@sodi.de oder 030/920 9093-12 angefragt werden. Wir freuen uns über Ihr Interesse!

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