• Saatgutvielfalt statt Einfalt  ©SODI, 2016
  • Harry May (SPP) © SPP
  • Monsanto Tribunal
  • ©Rosa-Luxemburg-Stiftung

"Saatgutvielfalt statt Einfalt" - Wie wir Konzernen wie MONSANTO das Handwerk legen können

Die Veranstaltung „Saatgutvielfalt statt Einfalt“ war ein voller Erfolg. Die drei Aktivisten, Anke Kähler (Die Freien Bäcker e.V.), Hannes Lammler (Monsanto Tribunal) und Harry May (SPP, Partnerorganisation von SODI aus Südafrika) diskutierten gemeinsam mit den Besucher*innen über Modelle und Ansätze, die dazu beitragen, eine weltweite Entwicklung zu stoppen, die vor allem auch die Existenz von Millionen Kleinbauern und Kleinbäuerinnen gefährdet und zerstört. Wir bedanken uns vielmals bei allen engagierten Unterstützer*innen und den vielen interessierten Gästen! Lesen Sie den Bericht über eine spannende Diskussion.

 

 

Veranstaltungsankündigung

Die Vielfalt der lokalen und regionalen Nutzpflanzen ist durch die Machtkonzentration im Saatgutbereich bedroht. Unterstützt werden die Interessen der Agrarindustrie durch Abkommen und Gesetze, die den freien Zugang zu Saatgut immer stärker einschränken. Welche Ideen, Aktivitäten und Modelle gibt es, um eine weltweite Entwicklung zu stoppen, die insbesondere die Existenz von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern gefährdet und zerstört? Darüber werden wir diskutieren, denn die Vielfalt unserer Nutzpflanzen stellt die Absicherung unseres Lebens auf diesem Planeten dar.

Veranstalter ist der Solidaritätsdienst International e.V. (SODI) in Zusammenarbeit mit dem Internationalen MONSANTO Tribunal, der Rosa-Luxemburg-Stiftung und Stiftung Umverteilen.

Wann & Wo: tazcafé Berlin | Rudi-Dutschke-Straße 23 | 29. November | 18-20 Uhr

Der Eintritt ist kostenfrei, um Spenden wird gebeten.

Referent*innen:

Harry May (Advocacy Manager und Koordinator bei Surplus people project)

Seit 20 Jahren engagiert er sich an der Seite von SPP für eine agrarökologische Reform. Die Aufklärung über und Proteste gegen Monsantos Gen-Mais in Südafrika sind für ihn als Aktivist fester Bestandteil des Kampfes. „Südafrika ist das einzige Land der Welt, das zulässt, dass sein Grundnahrungsmittel – Mais – genmanipuliert wird“, empört er sich. Seit mehreren Jahren engagiert sich May in der Gemeinde Lutzville an der Westküste Südafrikas im Widerstand und den Protesten gegen die Etablierung von Monsantos Gen-Mais.

Anke Kähler (Vorsitzende von Die Freien Bäcker e.V.)

Die freien Bäcker setzen sich für verantwortungsvolles Bäckerhandhandwerk ein, die Rohstoffe verarbeiten, wie sie von Natur aus sind – ohne Gentechnik. Frau Kähler bringt die Perspektive der zivilgesellschaftlichen „Lösungsansätze“ mit in die Diskussion, sie gibt Antworten auf die Frage, welche Möglichkeiten der Einflussnahme der Einzelne als Konsument hat.

Hannes Lammler (Mitglied des Organisationsteams Monsanto Tribunal)

Als Mitbegründer des solidarischen internationalen Netzwerkes Forum Civique Européen ist Hannes Lammler erfahrener Aktivist. 2007 schrieb er das kritische Buch Chickenflu Opera - Operation Grippe aviaire. Für ein Projekt gegen den Uranabbau in Mali arbeitete er als Campaigner. Im Rahmen des Monsanto Tribunal engagierte er sich im Kreis des Organisationskomitees.

Moderatorin

Sylvia Werther (Vorstandsmitglied bei SODI e.V.)

Neben ihrer Funktion als Mitglied des Vorstandes bei SODI, ist sie politische Referentin im Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlag.


Unser Team von Draufsicht war beim Monsanto Tribunal und wird die Podiumsdiskussion mit einer kurzen Dokumentation einleiten. Durch die neue Draufsichtfolge können Sie bereits einen Eindruck gewinnen.