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FAIRwicklung 2012

Entwicklungspolitik beginnt im eigenen Kopf, vor der eigenen Haustür, im eigenen Land. Die Millenniumsentwicklungsziele (MDGs) aus dem Jahr 2000 sind (inter)nationaler Bezugsrahmen für Entwicklungspolitik und -zusammenarbeit. Bis 2015 sollen die acht Zielvorgaben zur globalen Armutsbekämpfung verwirklicht sein. Doch können sie nur durch gemeinsame Anstrengungen im Norden und im Süden erreicht werden. SODI möchte möglichst viele Menschen zur Beteiligung an Entwicklungspolitik und -zusammenarbeit anregen, damit eine faire Entwicklung stattfinden kann.

Millenniumsentwicklungsziele

Die Weltgemeinschaft ist eine Verpflichtung zur globalen Partnerschaft eingegangen. Aus der Millenniumserklärung des Jahres 2000 gingen die Millenniumsentwicklungsziele hervor. Die MDGs sollen diese globale Partnerschaft verbindlich machen und beinhalten acht konkrete Zielvorgaben zur globalen Armutsbekämpfung.

Was sind die MDGs genau?

Die Zielvorgaben sind jedoch nur wenigen Menschen bekannt. Eine Umfrage der EU-Kommission 2007 in den Mitgliedsstaaten kam zu dem Ergebnis, dass bloß jeder fünfte befragte Deutsche schon einmal von den MDGs gehört hat. Nur jeder 25ste (4%) wusste auch, was genau damit gemeint sei. Insgesamt 80% der befragten 15-24 Jährigen haben noch nie von den MDGs gehört. Im Jahr 2010 erfragte „Deine Stimme gegen Armut“ die Bekanntheit der MDGs in der deutschen Bevölkerung. Immerhin sechs von zehn Befragten haben von den Zielen gehört, allerdings konnten nur 8% auch konkret ein Ziel benennen. Bei jungen Menschen waren die MDGs immer noch unterdurchschnittlich bekannt: nur jeder dritte Befragte zwischen 14 und 29 Jahren hatte von den Zielen gehört. Als Inhalte der MDGs gaben die Befragten, denen die MDGs bekannt waren, an erster Stelle „Entwicklungshilfe“ bzw. „Wirtschaftsförderung“ an, gefolgt vom Bereich „Bildung“. Erst an dritter Stelle wurde das erste MDG „Armuts- und Hungerbekämpfung“ genannt.

Geplante Maßnahmen des Bildungsprogramms

In drei Modulen möchte SODI informieren und anregen, solidarisch, fair und verantwortungsvoll in der "Einen Welt" zu handeln.

Modul 1: Information

Informationsveranstaltung

ReferentInnen berichten über Partnerländer, die SODI-Auslandsarbeit und konkrete Projekte der Entwicklungszusammenarbeit zur ländlichen Entwicklung, Stärkung des Selbsthilfepotentials und Ernährungssouveränität. Interessierte können mitdiskutieren und sich vernetzen.

Online-Plattform

entwickler-netz.de präsentiert aktuelle Ereignisse der Entwicklungspolitik und der MDGs. Die Plattform dient zur Information, aber auch zur Vernetzung und zum Austausch der UserInnen. Mediale Beiträge zu Entwicklungspolitik können die UserInnen ebenso selbständig publizieren.

Online-Quiz und Online-Spiel

Ausgewählte Inhalte der MDG-Ausstellung „Kein Schicksal – Armut wird gemacht“ werden online zugänglich gemacht. Ein dazugehöriges Quiz vermittelt Inhalte spielerisch und dient als Selbsttest der Reflexion über eigene Lebensgestaltung, Konsumverhalten und Meinungen zu Armut. Ein Online-Spiel lässt UserInnen in die Rolle eines/r Anderen aus dem globalen Süden schlüpfen. Ein Vergleich zur eigenen Lebensgestaltung und -situation wird möglich, ein Perspektivwechsel vorstellbar.

Modul 2: Globales Lernen

Magazinsendung "Draufsicht"

Gemeinsam mit jungen ehrenamtlich Engagierten produziert SODI das TV-Format "Draufsicht", das regelmäßig auf ALEX Offener Kanal Berlin ausgestrahlt wird und nach Erstausstrahlung im Youtube-Kanal von Draufsicht zu sehen ist. Die Magazinsendung beleuchtet die MDGs, verknüpft die globale mit der lokalen Ebene und lädt ein, sich an einer fairen Entwicklung zu beteiligen. "Draufsicht" freut sich über weitere junge Engagierte, die mit uns eigene Medien machen wollen.
Informationen zum Mitmachen finden Sie hier und unter e.zach[at]sodi.de

Teilnahme am benbi

Das Berliner Entwicklungspolitische Bildungsprogramm (benbi) für Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen findet seit 2000 jährlich in der zweiten Novemberwoche statt. Es richtet sich vorrangig an Kinder und Jugendliche der 3. bis 13. Klasse und besteht aus einem umfangreichen Bildungsangebot (für rund 2000 SchülerInnen), das von verschiedenen entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen (NRO) gestaltet wird. SODI wird am benbi mit drei Bildungsangeboten des Globalen Lernens für die Grund-, Mittel- und Oberstufe teilnehmen. Die Angebote dauern je 90 Minuten und werden 3mal täglich fünf Tage lang durchgeführt.
Weitere Informationen zur Anmeldung für Schulen und NRO finden Sie hier.

Multimediale Wanderausstellung und Bildungsmaterialien

„Kein Schicksal – Armut wird gemacht“
Mit Multimedia-Installationen und interaktiven Elementen lädt SODI zum Perspektivwechsel ein, vermittelt Wissen über die MDGs und globale Armut, deren Ursachen und Folgen und lädt ein zu individuellem Engagement. Die Ausstellung ist eine Wanderausstellung und kann ausgeliehen werden. SODI bietet begleitendes Material für Lehrende und SchülerInnen an.
Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

Schuleinheiten und Workshops

Schuleinheiten und Workshops begleiten die Ausstellung. Sie stellen die MDGs vor, orientieren sich an der Lebenswelt der SchülerInnen und vertiefen ausgewählte Themen. Die Methoden sind aktionsorientiert und partizipativ. Ausstellung und Schuleinheiten können unter e.zach[at]sodi.de gebucht werden.

MDG-Koffer

Der MDG-Koffer ist eine Methoden- und Materialsammlung für Lehrende, MultiplikatorInnen und TeamerInnen. Er enthält ein MDG-Heft, eine DVD mit neun 15-minütigen TV-Sendungen der entwicklungspolitischen Magazinsendung „Draufsicht“ zu den MDGs, ein MDG-Brettspiel sowie dazugehörige Materialien und Kopiervorlagen, die für die verschiedenen Übungen des Globalen Lernens eingesetzt werden können. Der MDG-Koffer kann ausgeliehen werden.

Modul 3: Vernetzung

Qualifizierungsworkshop

Teaser-Texte, Blogs und Social Media

SODI nähert sich dem Schreiben für das Internet zunächst theoretisch, um dieses Wissen dann in praktischen Übungen alleine und in der Gruppe anzuwenden.

Netzwerktreffen und gemeinsame Aktion

Junge ehrenamtlich Engagierte (und solche, die es werden wollen) treffen sich zum Austausch, zur Vernetzung und zur Planung von gemeinsamen Aktionen. Gemeinsam diskutieren wir Projekt- und Aktionsideen, analysieren bereits Durchgeführtes und planen Neues. Aktuell zeigen wir Bein für Minenopfer! Infos zum Mitmachengibt es hier.

 

Projektlaufzeit

01.01.2012 bis 31.12.2012

Projektkosten

52.110 €

Finanzierung

Fördermittel: 45.450 €
(EED, GIZ, LEZ, SNSB aus Mitteln des BMZ)
Spenden: 6.360 €
Teilnehmerbeiträge: 300 €

Projektregion

Berlin, Deutschland

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