Proteste in Südafrika © SPP, 2016
  • Landschaft Nepal by Rahel Klein, 2015
  • SPERI Schulungsgarten für ökologische Landwirtschaft © SODI, 2016

Ernährung sichern, Kleinbauern stärken!

Es gibt genügend Nahrung auf der Welt, um alle Menschen ausreichend und gesund zu versorgen. Dennoch leiden weltweit mehr als 800 Millionen Menschen unter Mangelernährung. Besonders betroffen sind Kleinbauern und -bäuerinnen sowie deren Kinder. Wie kommt es dazu? Im Kampf gegen den Hunger setzen Regierungen zunehmend auf großflächige, industrielle Landwirtschaft und Gentechnik. Dies führt meist nur kurzfristig zur gewünschten Ertragssteigerung. Auf lange Sicht werden Böden ausgelaugt, Ernten bleiben aus und es kommt zu gefährlichen Pestizidvergiftungen. Unter den Betroffenen regt sich Widerstand, so auch in Südafrika, Nepal und Vietnam! Der Solidaritätsdienst International e.V. (SODI) unterstützt von Armut und Hunger Betroffene mit Hilfe zur Selbsthilfe. In ökologischen Landwirtschaftsprojekten lernen die Menschen nachhaltig, an den Klimawandel angepasst zu wirtschaften. SODI unterstützt die Menschen außerdem, ihre Produkte unter fairen Bedingungen zu vermarkten.

SPP kämpfen gegen genmanipulierte Nutzpflanzen © SPP, 2016

Südafrika: Training im Ökolandbau für Frauen

Das Erbe der Apartheid ist trotz vieler Fortschritte längst nicht überwunden. Ein Großteil der schwarzen Bevölkerungsmehrheit lebt nach wie vor in Armut. Frauen und Jugendliche sind besonders gefährdet. Viele sind arbeitslos oder zu prekären Bedingungen auf den großen Farmen der Projektregion angestellt. Die geschlechtsbasierten Diskriminierungserfahrungen von Frauen und die Interessen von Jugendlichen  finden zudem wenig Gehör.

Hier setzt SODI gemeinsam mit dem lokalen Projektpartner Surplus People Project (SPP) an: Die Frauen und Jugendlichen erhalten ein spezielles Training im Ökolandbau. Daneben organisieren sie sich, um für ihr Recht auf Land und Ressourcen einzutreten und um Führungsrollen im Kampf um Gleichberechtigung und Zukunftschancen einzunehmen.

Mit 60 Euro kann ein zweitägiges Training in agrarökologischer Landwirtschaft durchgeführt werden.

Nepal: Hausgärten für den Eigenbedarf

Im Bergdistrikt Dailekh in Westnepal fordern der Klimawandel und die Nutzung von Hybridreis und Pestiziden einen hohen Preis: Böden degradieren, die ökologische Vielfalt geht verloren. Viele Menschen sind magelernährt, der Ertrag aus dem Eigenanbau reicht meist nur für drei Monate im Jahr. Gemeinsam mit SAHAS Nepal unterstützt SODI vor Ort sechs Berggemeinden. Die Dorfbewohner*innen erhalten Schulungen in ökologischer Landwirtschaft und legen gemeinsam Hausgärten an. Schon über 300 Familien haben einen eigenen Garten. Mit einer Vielfalt an Gemüsesorten ernähren sie sich heute das ganze Jahr vollwertig. Auch die Gründung von über 50 Selbsthilfegruppen hat Vieles verbessert. Geeta Pariyar, Mitglied einer Gruppe, erzählt: „Das erste Mal organisieren wir alles gemeinsam: Straßenerneuerungen, Reparaturen an den Wasserleitungen oder den Bau des neuen Erntespeichers.“

Mit 100 Euro kann ökologisch wertvolles Saatgut für zwei Familien angeschafft werden.

Projektleiterin von SPERI © SODI, 2016

Vietnam: Bäume für das ökologische Gleichgewicht

Kautschukplantagen und schnell wachsende Akazien für die Holzindustrie prägen die Landschaft in Quang Binh in Zentralvietnam. Auch hier verdrängen Monokulturen die ökologische Vielfalt und das lokale Wissen der ethnischen Minderheiten über die Nutzung des Waldes geht verloren.

Gemeinsam mit dem lokalen Partner SPERI unterstützt SODI Kleinbauern und Kleinbäuerinnen in Quang Binh. Sie lernen, das Land nachhaltig ökologisch zu nutzen. Dazu gehört ein Training in Agroforstwirtschaft, einer Methode, bei der sich Waldnutzung und Landwirtschaft ergänzen und wodurch das ökologische Gleichgewicht erhalten bleibt. In einer Gemeindesaatbank entsteht eine Vielfalt einheimischer Baumarten.

Für eine Spende von 150 Euro können 110 Bäume verschiedener Baumarten gezüchtet und gepflanzt werden.

Ernährung sichern, Kleinbauern stärken!

Ihre Spende hilft, die Rechte von Kleinbäuerinnen und -bauern sowie ihre Ernährungssouveränität zu sichern.

Ihre Spende von 60 Euro ermöglicht eine zweitägige Weiterbildung in agrarökologischer Landwirtschaft für Frauen und Jugendliche.

Mit 100 Euro kann ökologisch wertvolles Saatgut für zwei Familien angeschafft werden.

Für 150 Euro können 110 Bäume verschiedener Baumarten gezüchtet und gepflanzt werden.

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