Frau in Indien pflückt Tee

Frauen stärken. Für alle!

Die acht reichsten Personen – übrigens alles Männer – besitzen mehr Vermögen als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung – das sind über 3,5 Milliarden Menschen. Macht und Reichtum sind also extrem ungleich verteilt. Frauen sind besonders von dieser Ungleichheit betroffen – weltweit. In vielen Ländern sind massive Unterdrückung und sexualisierte Gewalt gegen Frauen an der Tagesordnung. Zusätzlich zu ihrem Geschlecht werden viele Frauen durch die Zugehörigkeit zu einer ethnischen oder sozialen Minderheit diskriminiert.

Wir solidarisieren uns mit den unterdrückten Frauen dieser Welt in ihrem Kampf um Selbstbestimmung und Gerechtigkeit. Gemeinsam mit lokalen Partnern kämpfen wir für Emanzipation und Gleichberechtigung und gegen wirtschaftliche Ausbeutungsstrukturen.

Zwei indische Frauen mit Kind auf dem Arm blicken in die Kamera
Eine eigene Teefabrik schafft Unabhängigkeit von Zwischenhändlern. Für die Familien bedeutet dies, von ihrer Arbeit leben zu können. © CTRD

Adivasi-Frauen sind in eigener Teekooperative aktiv

Ein Soli-Projekt von CTRD und SODI in Indien

Die ethnischen Minderheiten der Adivasi in den südindischen Nilgiri-Bergen lebten ursprünglich in enger Beziehung mit dem Wald. Doch die Ausweitung der Teeplantagen seit der Kolonialzeit zwang sie zur Aufgabe ihrer Lebensform zugunsten des Teeanbaus, den sie nie erlernten. Seither leben sie in Armut und abhängig von preisdrückenden Zwischenhändlern. Frauen tragen die größte Last, sie sind meist die Hauptversorger der Familien und werden in der indischen Gesellschaft generell diskriminiert. Das Projekt zum ökologischen Anbau von Tee setzt die Frauen der Adivasi bewusst als peer educator ein. Sie werden in der Herstellung von organischem Dünger und Pestiziden sowie dem Anbau von qualitativ hochwertigem Tee geschult und geben dieses Wissen in ihren Dörfern weiter. Auch in der gerade erbauten Teefabrik, die im Besitz der Adivasi-Teebauernvereinigung ist, übernehmen die Frauen wichtige Funktionen. Dies stärkt nicht nur ihr Einkommen, sondern auch ihre gesellschaftliche Stellung.

Ihre Spende von 35 Euro finanziert die Zucht und die Pflanzung von 700 Teesetzlingen.

Eine Frau mit Kopftuch lehrt eine zweite Afghanin das Nähen
Mahpekay Sidiqy arbeitet heute als erste weibliche zertifizierte Orthopädietechnikerin und Ausbilderin bei KOO. Nachdem sie 2003 fast von einer Mine getötet wurde, verhelfen ihr heute Beinprothesen zu einem selbstbestimmten und würdevollen Alltag.© SODI

Witwen werden Fachkräfte für Orthopädietechnik

Ein Soli-Projekt von KOO und SODI in Afghanistan

Nach der jahrzehntelangen Gewaltherrschaft der Taliban können 50 Prozent der Frauen in Afghanistan heute weder lesen noch schreiben. Vielen ist es nicht erlaubt, allein auf die Straße zu gehen. Gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation KOO bildet SODI in Kabul kriegsversehrte Frauen und Witwen zu Orthopädietechnikerinnen aus. Neben dem praktischen Unterricht erlangen sie eine schulische Grundbildung und Wissen über ihre Menschenrechte. Mit ihrem Einkommen als Technikerinnen werden sie nicht nur Familienernährerinnen. Ihr gesellschaftliches Ansehen steigt auch durch die Dringlichkeit ihrer Arbeit. Sie stellen Prothesen her, die nach jahrzehntelangem Krieg und Minenterror dringend gebraucht werden. Schätzungen zufolge benötigen heute über 100.000 Afghan*innen eine orthopädische Behandlung. Doch nur ein Bruchteil der notwendigen Fachkräfte ist vorhanden. Das Projekt ist wegweisend für die tragende Rolle der Frauen in der afghanischen Gesellschaft.

Ihre Spende von 76 Euro finanziert die monatlichen Basiskosten einer auszubildenden Orthopädietechnikerin.

Zwei Frauen arbeiten Papiere an einer Schulbank durch
Einfach gemeinsam einen Antrag ausfüllen: Bei den jungen Romnja wirkt praktische Unterstützung sehr direkt. © FRS/SODI

Romnja kämpfen für ihr Recht auf Bildung und Arbeit

Ein Soli-Projekt von Roma Forum of Serbia und SODI in Serbien

Romnja sind in Serbien als Angehörige der Minderheit und Frauen doppelt von Diskriminierung betroffen. Oft sind sie nur bis zum Grundschulabschluss zur Schule gegangen. Bis heute besuchen nur 15 Prozent der Romnja eine Sekundarschule. Fast keine Frau schafft es auf eine Hochschule. Das bringt sie in schwierige Abhängigkeits- und Ausbeutungsverhältnisse. Im gemeinsamen Projekt von FRS und SODI sind die Mitarbeiterinnen in den Stadtteilzentren selbst die besten Vorbilder. Als studierte Romnja zeigen sie den Frauen, die zu ihnen in die Beratung kommen, was möglich ist – und das mit Erfolg: Dank der Beratung haben bereits über 20 Sekundarschulabsolventinnen erste Schritte auf dem Weg einer Universitätskarriere gemacht. Weitere Frauen besuchen seit neuestem die Abendschule. Ein weiteres Vorbild ist Jelena Jovanović. Sie ist die erste Roma-Abgeordnete im Parlament der Provinz Vojvodina, und vertritt die Rechte der Roma als Minderheit und die der Romnja im Besonderen. Sie begleitet das Projekt von Beginn an.

Ihre Spende von 168 Euro finanziert die dreimonatige Beratung und Begleitung von drei Frauen durch die Mitarbeiterinnen eines Stadteilzentrums.

Um Frieden zu erhalten, spielen Frauen eine wichtige Rolle. © Mosul General Hospital

Das Erlebte verarbeiten – Frauen in Konfliktregionen stärken

Ein Soli-Projekt von Mosul General Hospital und SODI

Im Juli 2017 wurde Mossul von der Besetzung durch den sogenannten Islamischen Staat (IS) befreit. Die militärische Großoffensive gilt als eine der größten humanitären Krisen der Neuzeit. Besetzung und Befreiung Mossuls führten nahezu zur kompletten Zerstörung der lokalen Infrastruktur sowie der Gesundheitsversorgung. Während der IS-Herrschaft litten vor allem Kinder und Frauen. Über Jahre erhielten sie keine medizinischen Hilfen und waren traumatisierenden Gräueltaten ausgesetzt. Vom Mosul General Hospital blieb ein einziger Gebäudeteil stehen – die Kinderabteilung des Krankenhauses. Hier wird nicht nur mit viel Einsatz die medizinische Betreuung von Kindern und Jugendlichen geleistet. Mithilfe von Traumapsycholog*innen werden Frauen in Gruppen- und Einzelgesprächen darin unterstützt, das Erlebte zu verarbeiten. Die Versorgungslage in West-Mossul ist bis heute prekär. Das Überleben ihrer Familien haben meist die Frauen in der Hand. Deswegen müssen gerade sie gezielt gestärkt werden.

Ihre Spende von 35 Euro finanziert eine Sitzung einer Selbsthilfe-Gruppe für Frauen.

Frauen stärken

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie Adivasi-Frauen in ihrer Teekooperative, Orthopädietechnikerinnen in Afghanistan und Romnja in Serbien auf ihrem Weg zu mehr Emanzipation und Gleichberechtigung.

Ihre Spende von 35 Euro finanziert die Zucht und die Pflanzung von 700 Teesetzlingen in Indien.

Ihre Spende von 76 Euro finanziert die monatlichen Basiskosten einer auszubildenden Orthopädietechnikerin in Afghanistan.

Ihre Spende von 168 Euro finanziert die dreimonatige Beratung und Begleitung von drei Frauen durch die Mitarbeiterinnen eines Stadteilzentrums in Serbien.

SODI trägt das DZI-Spendensiegel, das den vertrauensvollen Umgang mit Ihren Spenden garantiert.

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