Adivasi-Frau © SODI
  • Frauenhände im Kreis. Gemeinsam sind wir stark! © SODI
  • Weberin im vietnamesischen Bergdistrikt A Luoi. © SODI
  • Lesbische Frauen in Namibia © SODI
  • Teebäuerinnen in den südindischen Nilgiri-Bergen © SODI

Selbstbestimmt leben. Frauen weltweit stärken!

Frauen und Mädchen sind fast überall auf der Welt von Benachteiligung betroffen und werden oft unterdrückt. Das gilt besonders für jene, die einer ethnischen oder sozialen Minderheit angehören. In unseren Projektländern Vietnam, Namibia und Indien setzen wir uns daher durch Ausbildung und Ermutigung besonders für ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben benachteiligter Frauen ein. All das sind kleine Schritte, die eine Veränderung herbeiführen.

Ha Thi (rechts) bekommt noch Hilfestellung von ihrer Lehrerin. © SODI
Ha Thi (rechts) bekommt noch Hilfestellung von ihrer Lehrerin.

Vietnam: Die Chance auf eine Ausbildung

Die 50jährige Ha Thi Thao ist eines der 4.000 Opfer des Vietnamkrieges im Bergdistrikt A Luoi. Ohne viele Einkommensmöglichkeiten verlassen vor allem die Jüngeren die Region. Doch insbesondere Frauen mit Behinderung haben diese Chance nicht. Von der Gesellschaft und sich selbst unterschätzt geben ihnen SODI und das Hope Center neues Selbstvertrauen durch ein Ausbildungszentrum. Die Herstellung von Webstoffen und Kunsthandwerk ermöglicht den Frauen mit Behinderung ein sicheres Einkommen. Durch seine langjährige Erfahrung in der beruflichen Ausbildung hat der lokale Partner einen festen Kundenstamm in Ho-Chi-Minh-Stadt, Hanoi und den Touristenvierteln der Provinz. Ha Thi Thao bekommt durch die Ausbildung in traditioneller Weberei endlich die Chance auf eigenes Einkommen.

Mit 75 Euro kann die Grundausstattung für einen Kurs in Webkunst in Vietnam angeschafft werden.

Für Alema ist die Herstellung von Orthesen bald Routine. ©KOO, 2017

Afghanistan: Ausbildung von Kriegswitwen

Die Lage in Afghanistan ist alarmierend. Allein seit Jahresbeginn hat es am Hindukusch fast 59.000 neue Binnenvertriebene gegeben. Besonders von Armut und Not betroffen sind Kriegswitwen und alleinstehende Frauen. Über die Hälfte von ihnen können weder lesen noch schreiben. Oftmals ist es ihnen verboten, das Haus zu verlassen.

Gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation KOO unterstützt SODI 30 besonders arme und vom Krieg betroffene Frauen in Kabul. Die Teilnehmer*innen sind meist verwitwet oder haben durch den Krieg eine körperliche Beeinträchtigung. Im Rahmen von mehrmonatigen Kursen werden die Frauen zu Orthopädietechnikerinnen ausgebildet. Dies eröffnet ihnen die Chance, zur Existenzsicherung ihrer Familien und Kinder beizutragen. Zudem erwerben sie handwerkliche Fachkenntnisse, die vor Ort dringend gesucht werden.

Schätzungen zufolge benötigen über 100.000 Afghan*innen aufgrund der Kriegsfolgen eine orthopädische Behandlung. Neben der theoretischen und praktischen Ausbildung erhalten die Frauen auch eine schulische Grundbildung. Nach der Ausbildung haben sie daher nicht nur die Chance, in eine Festanstellung vermittelt zu werden, sondern sie können auch in allen Bereichen des Lebens selbstständiger agieren.

Ihre Spende von 150 Euro deckt die Basiskosten eines Ausbildungsmonats für zwei Frauen aus Afghanistan.

Sarah und ihre Partnerin bekennen sich heute öffentlich.
Sarah und ihre Partnerin bekennen sich heute öffentlich.

Namibia: Das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung

Immer noch werden weltweit Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung oder Identität verfolgt, in zahlreichen Staaten sogar misshandelt, inhaftiert oder ermordet. Besonders in Namibia sind lesbische Frauen öffentlicher Diskriminierung, Gewalt und Verfolgung ausgesetzt. So erging es auch Sarah.

Gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation WLC fördert SODI 160 junge lesbische Frauen aus acht Regionen Namibias. In Workshops lernen Sarah und ihre Partnerin mehr über ihre Rechte und über die Wurzeln der Diskriminierung. Sie vernetzen sich mit anderen Kursteilnehmerinnen und werden ermächtigt, für ihre Selbstbestimmung einzutreten. Auch Angehörige werden einbezogen: Zusätzliche Workshops helfen, die Folgen von Diskriminierung und Gewalt zu verstehen und die Akzeptanz für sexuelle Vielfalt zu erhöhen.

Ihre Spende von 90 Euro deckt die Unterkunft und Verpflegung für zwei Workshop-Teilnehmerinnen.

Narayani ist stolz darauf, bald in der eigenen Teefabrik selbst angebauten ökologischen Tee zu produzieren.
Narayani ist stolz darauf, bald in der eigenen Teefabrik selbst angebauten ökologischen Tee zu produzieren.

Indien: Der Bau einer Teefabrik

Naraynai lebt in den südindischen Nilgiri-Bergen und gehört einer indigenen Minderheit der Adivasi an. Der Anbau von grünem Tee ist ihre Haupteinnahmequelle. Doch ausgelaugte Böden, fehlende Kenntnisse der Erntetechnik sowie die Abhängigkeit von Zwischenhändlern schmälern ihre Einkommensmöglichkeiten.

Gemeinsam mit dem lokalen Projektpartner CTRD hat SODI mit dem Bau einer Teefabrik vor Ort begonnen. Vom Trocknen bis zur Verpackung des Tees liegen dann alle Arbeitsschritte in den Händen der Vereinigung der Adivasi. Mehr als einhundert Frauen haben bereits an Kursen zum Anbau von grünem Tee in Mischkulturen, der Herstellung von organischem Dünger und natürlichen Pestiziden sowie Maßnahmen zur Bodenverbesserung teilgenommen. Durch die Tätigkeit in ihrer eigenen Teefabrik wird sich ihr Einkommen maßgeblich verbessern.

Ihre Spende von 50 Euro finanziert 1.000 Teesetzlinge.

Frauen stärken

Mit ihrer Spende werden Frauen in Vietnam, Namibia und Indien in ihrer Selbstbestimmung gestärkt werden.

Frauen für Selbstbestimmung

Ihre Spende von 50 Euro finanziert 1.000 Teesetzlinge für eine Teekooperative in Indien.

Mit 75 Euro kann die Grundausstattung für einen Kurs in Webkunst in Vietnam angeschafft werden.

Für 90 Euro können die Basiskosten für zwei Workshop-Teilnehmerinnen in Namibia gedeckt werden.

Ihre Spende von 150 Euro deckt die Basiskosten eines Ausbildungsmonats für zwei Frauen aus Afghanistan.

DZI Spendensiegel

Seit 1994 erhält SODI das DZI-Spendensiegel, das den vertrauensvollen Umgang mit Ihren Spenden garantiert.