Klimawandel bedroht Ernährungssicherung

Längere Trockenzeiten, verspäteter Regen, aber mehr Regenmengen – der Klimawandel wird in Mosambik immer spürbarer und bedroht Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in ihrer Ernährungssicherheit. In der Gemeinde Ndonga unterstützt SODI und sein lokaler Partner ACOSADE die Menschen mit dürretolerantem Saatgut und Setzlingen sowie landwirtschaftlichen Trainingsmaßnahmen.

In der Gemeinde Ndonga lebt der Großteil der Bevölkerung von der Landwirtschaft und Viehzucht. Der Klimawandel beeinträchtigt bereits die Ernährungssicherheit der Familien. „Ja, es gibt immer weniger Regen, auch kommt er immer später“, führt Joao Batista Manuel Chipique aus. Er ist Vorsitzender der lokalen Assoziation Agricambo de Desenvolvimento de Ndonga. Ein weiteres Mitglied ergänzt „Wenn Regen nicht ausreichend fällt, ist es nachteilig für die Pflanzen, aber auch für unsere Tiere“. Im Oktober ist kaum Regen gefallen, dabei müsste zu dieser Zeit ausgesät werden. In anderen Jahreszeiten fällt hingegen so viel Regen, dass auch landwirtschaftliche Flächen überflutet werden und Bewässerungsgräben versanden und zerstört werden.  

Langjähriger Partner ACOSADE

SODIs Partner unterstützt seit vielen Jahren die Gemeinschaft von Ndonga und im speziellen die lokale Assoziation, zu der sich einige Kleinbäuerinnen und -bauern zusammengeschlossen haben. ACOSADE beriet die Assoziation während des gesamten Prozesses der Legalisierung und in der Erlangung des DUAT, des Landtitels zur Nutzung. Mit ACOSADE hat SODI einen verlässlichen Partner an seiner Seite, mit dem bereits in zwei vergangenen Projekten zusammengearbeitet wurde. So erst kürzlich im Frühjahr 2013 als Mosambik von einer großen Flut betroffen war.  

Letztes Jahr führte ACOSADE eine Umfrage unter Familien in Ndonga durch. Damit sollte ermittelt werden, ob die Menschen das Phänomen „Klimawandel“ kennen und ob sie von seinen Auswirkungen bereits betroffen sind. In den Gesprächen wurden längere Dürren bzw. geringe Regenmengen genannt, ebenso die Zunahme von Regen, wenn dieser fiel. Die Folgen von Dürren sind geringere Erträge der angebauten Produkte wie Mais, Kassava, Bohnen und anderen Gemüsesorten. Da in den letzten Jahren viel Wald abgeholzt wurde, verstärkt fehlende Bewaldung Effekte wie Hitze und führt zu fortschreitender Bodendegradation.  

Mit dürretoleranten Pflanzen und Informationskampagnen gegen den Klimawandel

Während des Projektes erhalten 70 Familien Saatgut und Setzlinge dürretoleranter Pflanzen. Daneben werden drei Demonstrationsfelder angelegt – für Trainingsmaßnahmen über standortgerechte Landwirtschaft, für die Zucht von Frucht- und Schattenbäumen und zum Anbau von Gemüse. Mit der Zucht und der späteren Anpflanzung von Bäumen soll die Abtragung des Bodens reduziert werden. Da oftmals die landwirtschaftlichen Geräte ungenügend sind, erhalten bedürftige Familien der Assoziation zudem Hacken, Messer und Kannen.  

In verschiedenen mehrtägigen Trainingsmaßnahmen erhalten die KleinbäuerInnen neues Wissen zu nachhaltiger Landwirtschaft sowie zur Vermehrung und Nachzucht von Pflanzen und Bäumen. Im Zuge der Trainings findet eine Sensibilisierungskampagne zum Thema „Klimawandel“ statt, damit die Familien besser auf die Herausforderungen reagieren können.  

Projektlaufzeit

Oktober 2013 bis März 2014

Projektkosten

15.735 €

Finanzierung

Fördermittel: 11.800 € (Stiftung Nord-Süd Brücken)
Spenden: 3.935 €

Projektregion

Gemeinde Ndonga, Provinz Gaza, Mosambik

Projektpartner

ACOSADE

Wenn der Klimawandel spürbar wird

...haben Kleinbäuerinnen und -bauern kaum eine Chance. Dürren und Überschwemmungen vernichten ihre Ernten. Helfen Sie mit Ihrer Spende, dass die KleinbäuerInnen mit dürretoleranten Pflanzen und speziellen landwirtschaftlichen Trainings auf die Folgen des Klimawandels reagieren können.

20 Euro kosten Saatgut und Setzlinge.

130 Euro kostet eine landwirtschaftliche Grundausrüstung, bestehend aus Hacken, Kannen, Messern und Stiefeln.

600 Euro kostet eine viertätige landwirtschaftliche Trainingsmaßnahme.

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