Fortbildung von Lehrern zum Thema Umwelt
  • Gruppe von Menschen in Abenddämmerung draußen beim Workshop
  • Menschen lernen auf interaktivem Smartboard
  • Vier Schülerinnen vor Smartboard im Umweltbildungsmobil
  • Lächelnde Schülerin vor Ausstellungstafeln

Namibia: EduLink – Aufbau von sieben Weiterbildungszentren für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Klimaschutz

SODI setzt seine langjährige Umweltarbeit in Namibia fort. Durch den immensen Erfolg des Bildungskonzeptes von EduVentures sollen die Aktivitäten nun auf das ganze Land ausgeweitet werden.

Das gemeinsame Projekt von SODI und EduVentures war für die Umweltbildung in Namibia ein großer Erfolg. Jetzt sollen die innovativen Umweltbildungsaktivitäten auf das ganze Land ausgeweitet werden, um in einem stark vom Klimawandel betroffenen Land auf eine nachhaltige Zukunft hinzuarbeiten. Um dies zu realisieren ist im neuen Projekt EduLink ein nationales Netz aus sieben Weiterbildungszentren geplant. Durch diese Ausbildungsmöglichkeit sollen Themen wie Klimaanpassung und Umweltschutz landesweit qualitativ vermittelt werden. Das geplante Projekt kann jedoch nur mit Ihrer Hilfe Wirklichkeit werden! Gemeinsam können wir viel bewegen.

Ausgangssituation in Namibia

Trockene Landschaft in Namibia
Landschaft in Namibia ©EduVentures, 2017

Namibia gehört laut Klima-Risiko Index zu den zehn afrikanischen Ländern, die am meisten vom Klimawandel betroffen sind. Es ist eines der trockensten Länder südlich der Sahara. Der prognostizierte Klimawandel stellt eine erhebliche zusätzliche Bedrohung durch Degradation der natürlichen Ressourcen in den ländlichen Gebieten in Namibia dar und gefährdet die Erfolge der gemeindebasierten Bewirtschaftung von Naturressourcen der letzten 20 Jahre. Er verstärkt die hohe Vulnerabilität des Landes gegenüber extremen Wetterereignisse wie Dürren und bedroht so die Ernährungssicherheit. Zusätzlich gefährden nicht nachhaltige Praktiken, wie Überweidung oder ineffiziente Wassernutzung, die Biodiversität und die Umwelt allgemein.

Deshalb ist Bewusstseinsbildung in allen Bevölkerungsschichten in Bezug auf Klimawandelauswirkungen und nachhaltige Nutzung der begrenzt vorhandenen natürlichen Ressourcen in Namibia schon heute existentiell. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) kann die dafür notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln. Allerdings verhindern geografische und soziale Barrieren eine nationale Verbreitung hochwertiger BNE-Maßnahmen. Eine Schlüsselrolle spielen Lehrkräfte an den Schulen, welche als Multiplikator*innen die Synergien zwischen Schulen und Gemeinden und eine Neuausrichtung der Bildung auf lokale Kontexte vorantreiben könnten.

Eine nachhaltige Zukunft lehren

Jugendliche Pflanzen einen Baum im Schulgarten
Umweltbildung an Schulen ©EduVentures, 2017

Das Projekt will die individuellen Kompetenzen und institutionellen Kapazitäten für BNE an staatlichen und nichtstaatlichen Umweltbildungszentren in Namibia stärken. Sowohl Ausbilder*innen und Lehrkräfte als auch Schüler*innen selbst sollen den Gedanken des Umweltbewusstseins verbreiten. Um die Mulitplikator*innen zu erreichen, sollen bereits vorhandene Strukturen der Umwelt- und Bildungsministerien genutzt werden. Die Ausbilder*innen ihrerseits überbrücken mithilfe von sieben über das ganze Land verteilte Umweltbildungszentren und via virtuellem Klassenzimmer die geographischen Barrieren. Als qualifizierte Trainer*innen führen sie praxis- und kompetenzorientierte Lehrkräfteweiterbildung im nationalen Schulverbundsystem durch. Durch die Integration von Nachhaltigkeitsprinzipien im Bildungs- und Ausbildungskontext werden die geschulten Lehrkräfte befähigt, das Gelernte an die Schüler*innen in ländlichen Gebieten weiterzugeben. Und nicht nur das, die Weiterbildungszentren ermöglichen einen nationalen und auch internationalen Austausch interessierter Expert*innen und Schüler*innen untereinander. Dadurch wird ein Beitrag zur Integration von BNE in das namibische Bildungssystem ermöglicht und den Handlungsfeldern des UNESCO Weltaktionsprogramms (WAP) für BNE und den Sustainable Development Goals (SDGs) entsprochen. 

Bau, Bildung und Bewusstsein – Phasen des Projektes

Mann zeigt Jugendlichen die namibische Natur
Umweltbildung mit EduVentrues ©EduVentures, 2017

Das Vorhaben ist in fünf Phasen eingeteilt. Die erste Phase dient der Vorbereitungen und Entwicklung des Projekts. In der zweiten Phase werden die Mulitplikator*innen an den acht Umweltbildungszentren ausgebildet und das Projekt wird schrittweise aufgebaut. Die dritte Phase dient der Ausbildung von 280 Lehrkräften an den Umweltbildungszentren. Gemachte Erfahrungen fließen so in die Umsetzung ein und optimieren den Projektablauf. Dadurch werden Ressourcen geschont und Risiken gesenkt. Die vierte Phase verläuft parallel zur BNE-Lehrerfortbildung und dient der Umsetzung des Gelernten in Form von Projekten an den Schulen. Abschließend (Phase 5) wird das Gelernte aufbereitet und in Empfehlungen zur Integration von BNE in nationale Lehrpläne überführt.

SODIs lokaler Projektpartner: EduVenture Trust

Mann im Auto sitzend kehnt sich aus dem Fenster
Corris Kaapehi, Projektmanager EduVentures ©EduVentures, 2012

EduVentures ist eine namibische Nichtregierungsorganisation, die angegliedert an das Nationalmuseum seit 2009 ihren Sitz in Windhoek hat. Das Ziel von EduVentures ist der Schutz und die Bewahrung des natürlichen nationalen Erbes von Namibia sowie der Biodiversität. In kleinen Teams werden seit nahezu zehn Jahren Maßnahmen zur Förderung von Bildung für nachhaltige Entwicklung durchgeführt. Die Zielgruppen sind meist Schüler*innen.

 

 

Mehr Informationen zu gemeinsamen Projekten von SODI und EduVentures.

Mehr Informationen zu SODI Engagement in Namibia.

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Mitarbeiterin erklärt vier Schülern Umwelt vor Mikroskop

70 Euro finanzieren einer Lehrkraft eine fünftägige Fortbildung.

250 Euro finanzieren ein Umweltprojekt an einer Schule.

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