EduMobile – mobile Umweltbildung in Namibia

Verantwortungsvolles Umweltverhalten und nachhaltige Ressourcennutzung sind grundlegende Voraussetzungen zur Armutsbekämpfung in Namibia. Mit einem EduMobile (Umweltmobil) bringt SODIs namibischer Partner EduVentures Umweltbildung in ländliche Gegenden und sensibilisiert SchülerInnen für Umweltthemen und motiviert sie zu eigenen Umweltaktionen.

Tauno Iipinge stammt aus Omaakuku, einem Dorf im nördlichen Namibia. Der 27-Jährige ist einer von zahlreichen Ehrenamtlichen, die sich bei EduVentures, SODIs namibischen Projektpartner, für den Erhalt der Natur engagieren. „Als ich klein war, gab es rund um mein Dorf noch Savannen, die reich an Wildtieren, großen Bäumen und Grasland waren. Als ich 1994 nach Windhoek ging, um dort die Schule zu besuchen und in den Ferien nach Hause kam, merkte ich, dass immer mehr Wohnsiedlungen gebaut wurden und immer mehr Bäume und Tiere verschwanden. Ab diesem Moment fühlte ich mich nicht mehr wie Zuhause.“, berichtet  Tauno Iipinge. Seit 2004 klärt er Schülerinnen und Schüler über Umweltthemen auf. Sein Engagement für den Erhalt der Natur und der Artenvielfalt ist groß: „Ich freue mich, der namibischen Jugend unsere Umwelt und ihre Bedeutung nahe zu bringen.“

Ziel des Projektes ist es, junge Menschen für Umweltthemen zu sensibilisieren und ihnen einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und eine nachhaltige Ressourcennutzung zu vermitteln. Durch Bildungsmaßnahmen wird das Bewusstsein für Umweltthemen gesteigert, Verhalten verändert und konkrete Umweltprojekte – wie zum Beispiel  Müllsammelaktionen oder Baumpflanzungen – an Schulen oder in Gemeinschaften angestoßen. Umgesetzt wird das Projekt durch SODIs namibischen Projektpartner EduVentures. Die Nichtregierungsorganisation, mit Sitz in Windhoek, wurde 2003 gegründet, mit dem Ziel, die Umweltbildung für eine nachhaltige Entwicklung zu verbessern. 

Unzureichendes Wissen zu Umweltthemen

„In den ländlichen Gebieten des zentralen und nördlichen Namibias sind Schulen oftmals schlecht ausgestattet und das Angebot ist deutlich schlechter im Vergleich zu den Städten“, berichtet Benson Muramba, Vorstandsvorsitzender von EduVentures. Die Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren besitzen bislang nur geringe Kenntnisse über nachhaltige Ressourcennutzung, Umweltschutz und Klimawandel. Dennoch ist ihr Verhalten zukünftig entscheidend. Lehrkräfte sind nur ungenügend in den Themen geschult und es fehlen didaktische Materialien.  

„Das Wissen kommt zu den Schülerinnen und Schülern“, so umschreibt Benson Muramba ein Ziel des Projektes. Zukünftig wird ein EduMobile Umweltbildung auch in entlegene Gebiete Namibias bringen. Das Fahrzeug wird mit Unterstützung des namibischen Ministeriums für Umwelt und Tourismus erworben und mit speziellen Materialien für die Umweltbildung, wie z. B. Mikroskopen und Lupen, ausgestattet. An insgesamt 20 Schulen werden den SchülerInnen sowie 20 Lehrkräften ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur und eine nachhaltige Ressourcennutzung vermittelt. Die MitarbeiterInnen von EduVentures führen dafür zunächst Unterrichtseinheiten an fünf Schulen in Windhoek und Umgebung durch. Diese sechsmonatige Pilotphase ermöglicht eine Einschätzung über die Qualität der Bildungsmaterialien. Im Anschluss werden die Umweltbildungsmaßnahmen an weiteren 15 Schulen im nördlichen und zentralen Namibia durchgeführt. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern entwickeln die MitarbeiterInnen von EduVentures konkrete Aktionen und Umweltprojekte – entsprechend dem Ansatz „informieren - lernen - agieren“ –, die die Verbesserung der lokalen Umweltbedingungen bewirken.

"Ich hatte immer einen Traum. Den Traum, eines Tages in meiner Community etwas zu verändern."

Lesen Sie hier die Lebensgeschichte von Benson Muramba, Vorsitzender von EduVentures, SODIs namibischen Projektpartner...

Für den Erhalt der Natur

Bringen Sie mit Ihrer Spende Umweltbildung auch in entlegene Schulen Namibias. Für 100 Euro können Schreibhefte und Bücher zum Thema Umweltschutz für eine Schulklasse erworben werden.

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Dieses Projekt wird durch die Deutsch-Afrikanische-Gesellschaft unterstützt.