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Namibia-Trockentoilette-Laima Salimba
Laimi Salimbas neue und alte Toilette
Namibia-Trockentoilette-Laima Salimba
Laimi Salimba vor ihrer Trockentoilette
Namibia-Trockentoilette-Elfriede Gaeses
Elfriede Gaeses ist eine von vielen Frauen, die von der neuen Trockentoilette profi tiert
 
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Die Trockentoilette - zwei Erfolgsgeschichten

von Susanne Laudahn, Projektmanagerin

Vom Bau der Trockentoiletten profitieren Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Biographien – so Laimi Salimba und Elfriede Gaeses. Für beide Frauen und ihre Familien verbesserte sich ihre persönliche Situation deutlich.

Als wir aus dem Auto aussteigen und durch die Siedlung von Otjiwarongo laufen, kommen uns schon Kinder entgegen, die rufen „Ambrosius“ oder „Clay House“. Die Mitarbeiter unseres namibischen Partners Clay House Project (CHP), wie Ambrosius Ruzzo, sind in Otjiwarongo bekannt. Seit vielen Jahren baut das CHP Lehmhäuser und Trockentoiletten. Nach wenigen Metern treffen wir Laimi Salimba. Sie ist 54 Jahre alt und lebt zusammen mit ihrem Mann, Daniel Namundjebo, und den sechs Kindern. Das Ehepaar ist in Otjiwarongo geboren. Auf ihrem Hof befindet sich neben dem Wohnhaus auch ein kleiner Laden, wo Lebensmittel verkauft werden. Laimi Salimba zeigt uns ihre Trockentoilette, die im November 2008 gebaut wurde. In hellblauer Farbe steht sie umgeben von Hirsepflanzen auf dem Hof.

Auf die Trockentoilette aufmerksam wurde das Ehepaar, als sie Toiletten bei Nachbarn gesehen hatten. Ihre alte „Toilette“ war ein Loch im Boden, hatte kein Dach und war nur notdürftig von einer Plane als Sichtschutz umgeben. Aus hygienischen Gründen entschied sich das Ehepaar, die neue Technologie der Trockentoilette auch für sich zu nutzen. Neben der neuen Toilette steht aber immer noch die Alte. Diese benutzen jedoch nur noch die Gäste des kleinen Ladens. „Aber sie dürfen auch die Trockentoilette nutzen, wie die gesamte Familie“, sagt Frau Salimba. Bisher funktioniert die Toilette tadellos, teilt sie uns mit. Wenn der Auffangbehälter voll ist, sagt sie dem CHP Bescheid, welches im Auftrag der Stadt die Leerung vornimmt.

Wie bei Laimi Salimba schmückt auch bei Elfriede Gaeses ein Aufkleber die schwarze Metalltür der Trockentoilette. Er signalisiert, dass SODI, dass CHP und die Europäische Union den Bau der Toilette ermöglichten.

Elfriede Gaeses lebt in einer anderen Siedlung von Otjiwarongo – allein in einer Blechhütte. Ihr Kind wohnt bei ihrem Mann. Geboren wurde sie auf einer Farm bei Outjo. 2003 kam sie nach Otjiwarongo, um die Schule weiterzuführen. Sie arbeitet jetzt in einer Firma. Die 28 Jahre junge Frau erhielt vor einem halben Jahr ihre Toilette. Im Gegensatz zu Laimi Salimba sah sie die Toilette auf einer CHP Baustelle und sprach die Mitarbeiter an. Sie entschied sich aufgrund der Sicherheit für eine Trockentoilette. Der Weg in den „Busch“, insbesondere während der Nacht, war einfach zu gefährlich. Mit der neuen Trockentoilette muss Elfriede Gaeses nun keine Angst mehr haben. Auch mit der Funktionsweise der Toilette ist sie sehr zufrieden. Einziges Problem war anfangs, dass Sand am Rand der Toilette in die Baugrube nachrutschte, wenn es regnete. Sie sagte dem CHP Bescheid, die das Problem lösten. Elfriede Gaeses hat sich dafür entschieden, dass auch ihre Nachbarn die Toilette nutzen dürfen: „Ich habe kein Problem, die Toilette mit Nachbarn zu teilen. Aber nur, wenn ich zuhause bin“, erwähnt sie. Sonst ist die Toilette verschlossen.

Laimi und Elfriede – zwei Frauen mit unterschiedlichen Biographien – deren Lebenssituationen durch das Trockentoilettenprojekt langfristig verbessert wurden. In diesem Jahr sollen weitere Familien vom Bau der Trockentoiletten profitieren. Dazu brauchen wir Ihre Unterstützung.

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01.07.2010

Projekt-Informationen:

600 Trockentoiletten für Namibia (Namibia)

 
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