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Laos-Entwicklungsprojekt-Wasser
In der Trockenzeit holen die Frauen und Kinder mehrmals täglich Wasser
 
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Grundschule und Wasserzisterne für Khamkeut

von Marion Gnanko, Projektmanagerin

Die Planung des ersten Entwicklungsprojektes im integrierten Programm zur humanitären Blindgängerräumung und zur Entwicklung in Laos steht kurz vor dem Abschluss.

In den Dörfern Khouan Chanh und Nadeua (Zentrallaos), wo SODI-Teams seit Ende 2009 Blindgänger räumen, sollen ab Oktober eine neue Grundschule und ein Wasserversorgungssystem errichtet werden. Die Projektkosten werden nach derzeitigem Planungsstand etwa 150.000 Euro betragen. Finanziert werden soll das Projekt aus privaten Spenden und aus Mitteln des Bundesentwicklungsministeriums.

Bei den Planungstreffen von SODI mit dem Projektausschuss und den Dörfern wurden die einzelnen Aspekte des geplanten Projektes intensiv diskutiert. Vorschläge und Anmerkungen der Dorfbewohner brachten dabei wichtige Punkte zur Sprache, die sonst möglicherweise außer Acht gelassen worden wären. Dass sich die Dorfgemeinschaften so engagiert an der Planung beteiligen und genau überlegen, was sie selbst zur Realisierung des Projektes beitragen können, bietet gute Voraussetzungen für die Nachhaltigkeit des Projektes.

Projektpartner und verantwortlich für die Durchführung der Maßnahmen ist die Distriktverwaltung bzw. ein Ausschuss, der aus MitarbeiterInnen der relevanten Verwaltungsbüros und Vertreterinnen der Frauenunion zusammengesetzt ist. Für das geplante und für zukünftige Projekte wird der Ausschuss, der Art der Maßnahme entsprechend, um wichtige VertreterInnen aus den Dorfgemeinschaften erweitert, so z. B. kommt für den Bau der Schule der Schuldirektor hinzu.

Die bestehende Grundschule in Khouan Chanh ist für die etwa 140 Schülerinnen und Schüler viel zu klein und befindet sich in desolatem Zustand. Die neue Schule soll Modellcharakter für den Distrikt haben. Dabei spielt der Aspekt „Umwelt“ eine wichtige Rolle, dem bautechnisch durch Solarpanels zur Stromversorgung entsprochen wird. Kurse zur Umwelterziehung für Erwachsene und Kinder, für die auch der geplante Schulgarten herangezogen wird, runden das Konzept ab. Das Besondere an der Schule wird die Einrichtung einer Bibliothek sein – ein Wunsch, der von den Dorfbewohnern geäußert wurde. Die Bibliothek kann in Zukunft zusätzlich als zentrale Informationsstelle für die Gefahrenaufklärung über Minen- und Blindgänger im Distrikt Khamkeut genutzt werden.

In Nadeua existiert nur ein Brunnen, der in der Trockenzeit austrocknet. Die Trinkwasserversorgung wird über die Anlieferung in Kanistern aus der Distrikt- hauptstadt betrieben. Brauchwasser (Wasser zum Waschen, Kochen etc.) wird mehrmals täglich von einem Bachlauf geholt, der ca. 40 Minuten Fußmarsch vom Dorf entfernt liegt. Malaria und Durchfall- erkrankungen sind weit verbreitet – ein deutlicher Hinweis auf eine schlechte Wasserversorgung und mangelnde Hygiene. Mit der Unterstützung von SODI wird hier demnächst eine Wasserzisterne errichtet, die aus einem Gebirgsbach gespeist wird und zur Versorgung von etwa 170 Familien konzipiert ist. Über die Zisterne werden etwa 30 Zapfstellen im Dorf versorgt. Ergänzt wird die Maßnahme durch Hygienekurse, die den Umgang mit sauberem Trink- und Brauchwasser zum Gegenstand haben.

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30.06.2010
 
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