Drei starke Säulen der Frauenförderung: Berufliches Training, Beratung und Kleinkredite für Frauen
Nachdem im vergangenen Jahr bereits 160 Frauen von drei- bis sechsmonatigen beruflichen Schulungen profitierten, werden im zweiten Quartal 2010 20 Frauen eine Ausbildung im Frisörhandwerk erhalten und 30 Frauen an computergestützten, kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Kursen teilnehmen.
Wir erinnern uns, dass 112 Absolventinnen dieser Schulungen, mit Hilfe der Frauenunion, bereits eine Arbeit als Angestellte vermittelt wurde und weitere elf sogar ein eigenes Gewerbe eröffnet haben. Eine Erfolgsquote von fast 77 Prozent. Die Frauenunion unterstützt weiterhin die anderen 37 Frauen bei ihrer Erwerbssuche.
Die 774 Aktivisten der Frauenunion haben ihre Aufklärungskurse über Arbeitsrecht und Frauenrechte fortgeführt. Von Mitte bis Ende 2009 führten sie in 258 Gemeinden 3.813 thematische Gespräche mit insgesamt 50.088 Frauen, meistens in Gruppen mit maximal 20 Teilnehmerinnen. Das Projekt hat sich als Ziel gesetzt, bis Dezember 2011 etwa 180.000 Frauen in diese Kurse einzubeziehen. Von Januar bis März 2010 wurden für weitere 8.165 Frauen entsprechende Kurse oder individuelle Gespräche durchgeführt.
Ein wichtiger Bestandteil des Projektes ist das Kreditprogramm. Das Projekt hat einen Kreditfonds von 1,3 Milliarden VND (52.000 Euro). Die Hälfte davon wurde im Dezember 2009 ausgereicht. Im Februar und März 2010 erhielten 25 Frauen einen Kredit von 5 Millionen VND (200 Euro) und 35 Frauen einen Kredit von 15 Millionen VND (600 Euro). Diese Kredite wurden für die Eröffnung kleiner Restaurants, Hochzeitsausstatter, Schneidereien, Frisörläden und kleine Verkaufsläden genutzt. Unter den Kreditnehmerinnen sind auch sechs Frauen, die vorher an den o. g. beruflichen Schulungen teilgenommen haben. Damit wurden alle im Projekt geplanten Kredite ausgereicht.
Auf unserer Projektreise im Januar 2010 erlebten wir viele positive Beispiele, wie Frauen durch das SODI-Kleinkreditprogramm unterstützt wurden. In Vinh, der Hauptstadt der Provinz Nghe, besuchten wir Frau Tan. Sie ist Restaurantbesitzerin mit drei Angestellten. Das Projekt gewährte ihr einen Kredit von 15 Millionen VND (600 Euro). Weitere 100 Millionen VND (4.000 Euro) hat sie sich von einer Bank geborgt. Von den 15 Millionen VND hat sie sich einen Fernseher und einen großen Kühlschrank gekauft. Der große Fernseher ist wichtig, da sich Gäste gerne bei einem Kaffee oder Tee einen Film anschauen. Vor ihrer Selbstständigkeit hat sie als Stickerin in einer Textilfabrik gearbeitet. Jetzt bleiben ihr nach Abzug aller Kosten, einschließlich der Verpflegung ihrer Familie und der Kredittilgung, monatlich zwei Millionen VND, etwa 80 Euro. Das ist mehr als sie vorher als Textilarbeiterin verdient hat.
Auch Frau Vanh profitierte von dem SODI-Kleinkreditprogramm. Die allein erziehende Witwe ist Dank eines Kredits von 15 Millionen VND stolze Besitzerin eines Kleinrestaurants, welches sie im Haus der verstorbenen Schwiegereltern betreibt. Nach dem Tod ihres Mannes musste sie das Verdienen „in die Hand nehmen“. Ohne den Kredit hätte sie sich nicht getraut, ein eigenes Gewerbe zu eröffnen, von dem sie nun ganz gut leben kann.
Frau Tan und Frau Vanh sind nur zwei Frauen, deren Lebenssituation durch das SODI-Kleinkreditprogramm verbessert wurde. Helfen Sie uns, weiteren Frauen eine berufliche Perspektive zu eröffnen.
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25.06.2010
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