SODI legt für 268 Studentinnen und Studenten sowie Azubis aus mehreren Entwicklungsländern und von Befreiungsorganisationen ein Stipendienprogramm auf und schließt dazu mit 20 Universitäten, 10 Fachschulen und sieben Produktionsbetrieben Zuwendungsverträge ab. Die Betroffenen hatten ihre Ausbildung vor der deutschen Vereinigung in der DDR aufgenommen. Das Solidaritätskomitee gründet nach Auflösung der FDJ-Freundschaftsbrigaden einen Entwicklungshelferdienst und setzt mit 130 Spezialisten in fünf Entwicklungsländern bis Ende 1990 die Arbeit an begonnenen Projekten fort. Danach übernehmen der Deutsche Entwicklungsdienst und die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit die Projekte.
Oktober
Der Solidaritätskongress / 1. SODI-Mitgliederversammlung beschließt die Satzung und wählt Dr. Carl Ordnung zum Vorsitzenden. Der Arbeitsausschuss bestätigt den Entwurf der neuen SODI-Satzung und beschließt die Einberufung eines Solidaritätskongresses.
Juli
Herausgabe des letzten Sonderpostwertzeichens der Deutschen Post der DDR, dessen finanziellen Erlös SODI für Projekte für notleidende Menschen in der "Dritten Welt" erhält.
SODI informiert in einem Offenen Brief an Bürgerinnen und Bürger, an Parteien, Organisationen und Institutionen über seine Gründung und wirbt um Mitarbeit und Mitgliedschaft.
Juni
Der Arbeitsausschuss beschließt die Umbenennung des Komitees in Stiftung Solidaritätsdienst-international e.V (SODI) zum 15.7. "Solidarität", ehemals Bulletin des Solidaritätskomitees, erscheint als monatliches Informationsblatt von SODI weiter.
März
Aufruf zur Solidarität für die kurdischen Opfer des Golfkrieges.
Ein zeitweiliger Arbeitsausschuss des Solidaritätskomitees nimmt seine Tätigkeit auf. Er übernimmt die Befugnisse des Präsidiums des Komitees, das sich auflöst. Pfarrer Dr. Walther Bindemann wird Sprecher des Arbeitsausschusses.
Februar
Konstituierung des Entwicklungspolitischen Runden Tisches in Berlin.
