SODI verbindet Projektarbeit im Ausland mit Bildungs- und Informationsarbeit in Deutschland sowie mit einem aktiven Engagement im Rahmen zivilgesellschaftlicher Netzwerke für Frieden, Solidarität und eine menschliche Entwicklung.
Selbsthilfeprojekte im Ausland
In partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit Frauen- und Gewerkschaftsorganisationen, mit kommunalen Initiativen, kirchlichen Einrichtungen und Genossenschaften realisiert SODI Selbsthilfeprojekte in Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas sowie Ost- und Südosteuropas. Seit 1990 waren das über 900 Projekte in 32 Ländern, die überwiegend zu den ärmsten der Welt gehören und in aktuellen bzw. ehemaligen Konfliktzonen liegen.
Die Projekte basieren auf Ideen und Vorstellungen der Partner von SODI und der Partizipation der Betroffenen. Sie sind auf die Zurückdrängung der Armut und auf die Stärkung des Selbsthilfepotentials der Menschen und ihrer Gemeinschaften sowie auf die Förderung demokratischer Strukturen gerichtet. Die Beachtung ökologischer Faktoren ist integraler Bestandteil der Projekte. Die Lage von Kindern und Frauen und die Verbesserung ihrer gesellschaftlichen Stellung genießen besondere Aufmerksamkeit.
SODI versteht die Projektarbeit im Ausland als gemeinsamen Lernprozess aller Beteiligten. Die in der entwicklungspolitischen Praxis gewonnenen Erfahrungen sind eine wichtige Grundlage für die Bildungs- und Informationsarbeit in Deutschland.
Schwerpunkte der Solidaritätsarbeit
- Humanitäre Kampfmittelräumung
- Gleichstellung von Frauen
- Bildung für Kinder und Erwachsene
- Förderung von Kindern und Jugendlichen
- Förderung von Menschen mit Behinderung
- Förderung öffentlicher Gesundheitsfürsorge
- Trinkwasserversorgung / Ressourcenschutz
- Umwelt/ Alternative Energien
- Erwirtschaftung von Einkommen/Ernährungssicherung
SODI unterstützt Gesundheitseinrichtungen in Kuba, Osteuropa und Afrika mit gut erhaltenen und funktionstüchtigen medizinisch-technischen Geräten, medizinischem Verbrauchsmaterial, Betten und Ausstattungsgegenständen.
Neben den längerfristigen Selbsthilfeprojekten war und bleibt Hilfe in akuten Notsituationen Bestandteil des solidarischen Handelns von SODI insbesondere dort, wo entwickelte Partnerbeziehungen ein rasches Reagieren ermöglichen.
Bildungs- und Informationsarbeit
SODI informiert im Zusammenhang mit seinen Auslandsprojekten über Lebensbedingungen, gesellschaftliche Entwicklung und Kultur in den Partnerländern und leistet so einen Beitrag zu Toleranz und solidarischem Verhalten, zur Abwehr von Fremdenfeindlichkeit und nationalem Egoismus.
SODI informiert über internationalen Widerstand gegen Marktradikalismus und Sozialabbau und über das Ringen um alternative Entwicklungsansätze sowie über sein Engagement in zivilgesellschaftlichen Netzwerken. Er will in der deutschen Öffentlichkeit ein kritisches Bewusstsein über die Ursachen von Not, Gewalt und Umweltzerstörung in der Welt, von denen der Süden in besonderem Maße betroffen ist, fördern.
Der SODI-Report (Aufl. 15.000) informiert vierteljährlich über die Tätigkeit des Vereins und Themen der solidarischen Entwicklungszusammenarbeit.
SODI hat weitere Publikationen insbesondere zur Auseinandersetzung mit der DDR-Solidarität herausgegeben bzw. unterstützt. Von SODI zusammengestellte Plakat- und Fotoausstellungen zu verschiedenen Themen stehen auch anderen Interessierten zur Verfügung.
Kampagnenarbeit
SODI setzt sich in zivilgesellschaftlichen Netzwerken für eine Globalisierung mit menschlichem Antlitz, für Frieden, soziale Gerechtigkeit und die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen ein. SODI engagiert sich besonders in der internationalen Kampagne gegen Landminen, in Kampagnen für die Entschuldung der armen Länder, in der Kampagne zur Halbierung der Armut sowie in der Bewegung zur demokratischen Kontrolle der Finanzmärkte ATTAC.
