Frauen führen Wandel an – für Zukunft, Land und Selbstbestimmung


Klimakrise trifft kleinbäuerliche Gemeinden hart
In der Bergregion A Lưới stellen extreme Wetterereignisse wie Starkregen eine wachsende Bedrohung für die kleinbäuerliche Landwirtschaft dar. Immer wieder kommt es zu Erdrutschen, die Flächen unbrauchbar machen und die Existenzgrundlage ganzer Gemeinden gefährden. Besonders betroffen sind Frauen aus ethnischen Minderheiten wie den Pa Kô und Tà Ôi, die ohnehin kaum Zugang zu Bildung, Infrastruktur und wirtschaftlichen Ressourcen haben.
Erosion stoppen – Land sichern
Seit 2024 setzen SODI und die Partnerorganisation HueFO gezielt auf Maßnahmen gegen Bodenerosion. Entlang der Flussufer pflanzen Bäuer:innen Bambus, dessen kräftige Wurzeln das Erdreich stabilisieren und Landverluste verhindern.
Bäuerin Tươi Nguyễn berichtet:
„In der Regenzeit kommt es an den Flussufern häufig zu Erdrutschen, sodass unsere Gemeindefläche jedes Jahr schrumpft. Durch den Anbau von Bambus kann dies verhindert werden und die Pflanzen liefern uns zudem Baumaterial."
Neue Einkommensquellen erschließen
Gleichzeitig entstehen neue wirtschaftliche Perspektiven: Über 1.000 Bäuer:innen, darunter 600 Frauen bauen auf zuvor ungenutztem Land die robuste Pfeilwurz an. In praxisnahen Schulungen lernen sie, die stärkehaltige Knolle zu glutenfreiem Mehl und Fadennudeln zu verarbeiten. Zentrifugen, Pressen und Trocknungsanlagen stehen gemeinschaftlich zur Verfügung.
Darüber hinaus nutzen die Teilnehmenden pflanzliche Reststoffe für kunsthandwerkliche Produkte wie Taschen und Hüte, die im Ökotourismus Absatz finden.
Wissen teilen – Mehr Resilienz für den Ländlichen Raum
Ergänzend werden Kinder in Schulen für Umwelt- und Ressourcenschutz sensibilisiert. Indigenes Wissen über nachhaltige Lebensweisen wird dokumentiert und innerhalb der Gemeinden weitergegeben.
Das Projekt schafft neue Einkommensquellen, stärkt Selbstbestimmung und macht ländliche Regionen widerstandsfähiger gegen die Folgen der Klimakrise.

Über 1000 Kleinbäuer:innen stehen an der Front der Klimakrise
Ohne Zugang zu Know-how bleiben neue Einkommensquellen ungenutzt. Durch Projekte für ökonomische Nachhaltigkeit wollen wir das ändern: Landwirtschaft soll wieder rentabel werden, Umweltschutzmaßnahmen sollen Erträge sichern, und Frauen ethnischer Minderheiten sollen durch mehr Verantwortung aus sozialer Isolation treten.
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