Mosambik: Kleinbäuer:innen stärken – Widerstand gegen Klimakrisen aufbauen
Wer damals mit Kleinbäuerin Tandiwe Pechisso sprach, hörte von der Angst, die Kinder nicht mehr ernähren zu können.
Doch heute, einige Jahre später, spricht Tandiwe mit neuer Zuversicht: „Wir haben gelernt, uns besser auf die Regenzeiten vorzubereiten und sogar dann zu ernten, wenn kaum Niederschlag fällt.“
Diese persönliche Erfahrung steht stellvertretend für viele Menschen in den Provinzen Sofala und Manica. Heute schöpfen sie Hoffnung, weil sie nicht allein sind: Gemeinsam mit SODI und der Partnerorganisation Kubatsirana lernen sie, den Widrigkeiten des Klimawandels zu trotzen.

gedeihen viele Kulturen besonders gut, Foto: Kubatsirana

landwirtschaftliche Produktion, Foto: Kubatsirana
Mosambik: Landwirtschaft nach Zyklon Idai – Wege zur Resilienz
SODI unterstützt Kleinbäuer:innen in Mosambik seit langem dabei, ihre Selbsthilfekräfte zu stärken. Auch nach der schweren Verwüstung durch Zyklon Idai im Jahr 2019 konnte mit solidarischem Einsatz der Wiederaufbau gelingen.
In enger Zusammenarbeit mit unserer lokalen Partnerorganisation Kubatsirana haben sich die Menschen in Kooperativen organisiert, neue landwirtschaftliche Methoden erlernt und ihre Produktion vielfältiger gestaltet.
So konnten sie nachhaltiger wirtschaften und neue Einkommensquellen erschließen.
Ausgangslage: Landwirtschaft unter Druck
In den Provinzen Sofala und Manica arbeiten rund 1.100 Kleinbäuer:innen unter schwierigen Bedingungen.
Vielen von ihnen fehlt das Wissen, wie sie ihre Landwirtschaft an den Klimawandel anpassen können.
Gleichzeitig haben sie kaum Zugang zu Krediten, um zusätzliche Einkommensquellen abseits der Landwirtschaft aufzubauen. Die Folgen: Abhängigkeit von der Regenzeit, geringe Erträge und eine große Verwundbarkeit gegenüber Extremwetter.
Unser Ziel: Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimawandel stärken
Das Ziel unserer Zusammenarbeit ist, die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung gegenüber Extremwetterereignissen zu steigern. Dafür werden die Bäuer:innen befähigt, Rücklagen zu bilden, um sich im Fall zukünftiger Katastrophen eigenständig wieder aufzurichten.
Vielfalt als Stärke: Das aktuelle Projekt vertieft diese Ansätze
- Einführung neuer Kulturen wie Sesam und Erdnüsse
- Aufbau von Bewässerungssystemen für ganzjährige Produktion
- Professionalisierung landwirtschaftlicher Kooperativen
- Bereitstellung von Maschinen zur Feldbearbeitung
- Unterstützung beim Zugang zu regionalen Märkten
- Einführung der Imkerei als zusätzliche Einkommensquelle
- Bildung von Spargruppen für gegenseitige Kredite

Stimmen aus der Gemeinde
Besonders deutlich wird die Wirkung durch die Erfahrungen von Bäuerin Tandiwe Pechisso aus Espungabera:
„Durch die Installation von Bewässerungssystemen können wir unabhängig von der Regenzeit produzieren. Mit den zusätzlichen Einnahmen kaufen wir unter anderem Schulmaterialien und Kleidung für unsere Kinder.“
Nachhaltige Lösungen für Ernährung und Einkommen
Mit den neuen Methoden und Strukturen werden die Kleinbäuer:innen befähigt, Rücklagen zu bilden und sich im Fall zukünftiger Katastrophen eigenständig wieder aufzurichten.
Das Projekt schafft damit langfristig nachhaltige Lebensgrundlagen.
Unterstützen Sie Projekte weltweit – damit Solidarität wächst und Zukunft entsteht.
Das Projekt in Mosambik zeigt, wie solidarischer Einsatz wirkt: Spenden ermöglichen, dass Kleinbäuer:innen selbstbestimmt wirtschaften, ihre Familien versorgen und widerstandsfähiger gegenüber Klimakrisen werden.
Gemeinsam mit SODI-Partnerorganisationen setzen wir uns dafür ein, dass die Vision von nachhaltiger Landwirtschaft Wirklichkeit wird.
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