Nachruf auf Dr. Alexej Nesterenko, Direktor des Institutes für Strahlensicherheit BELRAD

Dr. Nesterenko wirkte nicht nur lokal in Belarus, sondern engagierte sich für internationale Solidarität und die Aufarbeitung nuklearer Risiken.
Die Zusammenarbeit zwischen SODI und BELRAD begann 1996. Im August 2008 übernahm Dr. Alexej Nesterenko die Institutsleitung von seinem Vater und BELRAD Gründer, Professor Wassili Nesterenko und setzte damit die Arbeit seines Vaters für Überlebende der Katastrophe fort. Im selben Jahr wurde die Kooperation zwischen BELRAD und SODI vertraglich festgeschrieben.
Besonders Mitglieder aus Ostbrandenburg unterstützten BELRAD durch Spendensammlungen. Regelmäßige Besuche in Minsk, Frankfurt/Oder und weiteren Standorten in Brandenburg förderten den persönlichen Austausch und begründeten nachhaltige Verbindungen.
Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit zeichnete sich Dr. Nesterenko durch einen direkten Umgang mit Menschen aus. Bei den jährlichen SODI-Tschernobyl-Wochen referierte er wiederholt und warnte vor den Folgen nuklearer Katastrophen.
Die gemeinsamen Schulbesuche in Brandenburg, auf denen er Kindern und Jugendlichen seine Arbeit verständlich machte, blieben als eindrückliche Erfahrungen in Erinnerung.
Seine schwere Erkrankung war uns bewusst, umso berührender war es für uns, bei unserer diesjährigen Mitgliederversammlung eine persönliche Video-Grußbotschaft von ihm und seinen Kolleginnen und Kollegen zu empfangen.
Die dem Anlass angepasste Video-Botschaft können sie hier ansehen.
Für nahezu 20 Jahre vertrauensvoller Zusammenarbeit sagen wir unseren herzlichen Dank. Unser Beileid gilt seiner Familie; den Kolleg:innen von BELRAD wünschen wir Kraft und Entschlossenheit, die wichtige Arbeit fortzusetzen. In ihrem Sinne werden wir weiterhin an der Seite von BELRAD engagieren und den Betroffenen von Tschernobyl zur Seite stehen.
Alexejs Engagement wird weiterwirken.
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