Über 72.000 Menschen fordern faire Entschuldung

Viele hochverschuldete Länder müssen einen Großteil ihrer Staatseinnahmen für Zins- und Tilgungszahlungen aufwenden. Ungünstige Refinanzierungsbedingungen und strukturelle Ungleichheiten im internationalen Finanzsystem verschärfen die soziale Ungleichheit und wirtschaftliche Instabilität. Gleichzeitig sind Staaten des Globalen Südens in zentralen Entscheidungsprozessen der internationalen Finanzordnung kaum beteiligt.
„Geld, das Länder im Globalen Süden für Schulden zurückzahlen müssen, fehlt für Gesundheit, Bildung und Ernährung. Das spüren wir in unserer Arbeit weltweit – und vor allem die Menschen, die jeden Tag darunter leiden. Deshalb fordern wir: faire Entschuldung – nur so wird nachhaltige Entwicklung möglich!“, macht Carola Gast die sozialen Auswirkungen der Schuldenkrise deutlich.

Um die Schuldenkrise zu überwinden, braucht es:
- Eine UN-Schuldenrahmenkonvention, wie sie die Afrikanische Union fordert: Entscheidungen müssen unter dem Dach der Vereinten Nationen statt in exklusiven Gläubigerclubs getroffen werden!
- Ein transparentes, rechtsverbindliches und menschenrechtszentriertes Staateninsolvenzverfahren als Teil der UN-Schuldenrahmenkonvention!
- Schuldenstreichungen, die sich am tatsächlichen Bedarf orientieren: Menschenrechte sind wichtiger als Schuldenrückzahlungen!
- Eine Reform der internationalen Finanzarchitektur, die Klima- und Entwicklungsziele systematisch berücksichtigt!
Jetzt ist die Bundesregierung am Zug: Sie muss sich für faire Entschuldung und Reformen der internationalen Finanzarchitektur einsetzen. Gemeinsam mit 70 weiteren Organisationen machen wir im Bündnis „Erlassjahr 2025 – Turn Debt into Hope!“ weiter Druck. Weitere Informationen unter www.erlassjahr2025.de.
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