Eine Fußball- und Bildungsoase schafft Perspektive für Kinder aus informellen Siedlungen

„Wir wollen Mädchen zeigen, dass sie genauso gut Fußball spielen können wie Jungen“, sagt eine der Trainerinnen. „Und dass sie das Recht haben, auf dem Platz zu stehen.“ In der Nähe von Windhoek verbindet ein Projekt Fußballtraining mit Bildung und stärkt Selbstwirksamkeit und Zukunftsperspektiven von Kindern.
Die Ausgangssituation
In der informellen Siedlung Thlabanello, am nördlichen Rand von Windhoek (Namibia), lebt eine Gemeinschaft, die täglich mit Perspektivlosigkeit kämpft.
Die Straßen sind sandig, die Häuser aus Wellblech, und viele Familien haben kaum Zugang zu sauberem Wasser, Toiletten, Strom und regelmäßigen Mahlzeiten. Kinder und Jugendliche wachsen in einem destruktiven Umfeld auf, das ihnen wenig Hoffnung gibt.
Doch mitten in dieser Siedlung gibt es einen Ort, der alles verändert: die Riverheights Football Academy (RFA). Hier finden Kinder nicht nur einen Fußballplatz, sondern auch Mentor:innen, Nachhilfe und eine Gemeinschaft, die an sie glaubt. Für viele von ihnen ist die RFA der einzige Ort, an dem sie sich sicher fühlen, wo sie lernen und träumen können.
Es ist schwer, ohne Unterstützung der Armut zu entkommen
- Schulen sind überlastet
- 60 % der Kinder haben keine regelmäßigen Mahlzeiten.
- 50 % der Schüler:innen erreichen die nächste Klassenstufe nicht
In der Folge brechen viele Kinder die Schule ab, weil sie keine Unterstützung erhalten.
Psychosoziale Fertigkeiten (Life Skills), die Menschen befähigen die Herausforderungen des Alltags, wie Stress und Konflikte zu bewältigen, werden bisher nur informell vermittelt. Damit Kinder davon profitieren, braucht es strukturierte Programme.
Sportliche Erfolge im Fußball, Stabilität im Leben
Unsere Partnerorganisationen vor Ort, das Namibia Institute for Democracy (NID) und die Riverheights Football Academy (RFA) setzen sich seit Jahren für Bildungsgerechtigkeit und soziale Integration ein und sorgen durch ihre lokale Verankerung, Expertise und ihr Engagement für den Erfolg dieses Projektes.
Gemeinsam mit der RFA wurde bereits ein Vorgängerprojekt erfolgreich durchgeführt und hat gezeigt: Fußball ist mehr als ein Sport. Fußball schafft Selbstvertrauen, Disziplin und Teamgeist.
Durch die Verbindung von Sport, Bildung und sozialer Unterstützung hat die RFA ein ganzheitliches Programm geschaffen, das nachhaltige Veränderung bewirkt.
Das Projekt gibt Hoffnung
Aufgebaut auf vier Säulen aus Bildung, Community-Action, Hygiene und Ernährung, entsteht ein sicherer und verlässlicher Ort, an dem Kinder und Jugendliche lernen, spielen und wachsen können.
Community-Action
- Ein angelegter Fußballplatz für das Fußball-Training
Bildung
- Ein Lerncontainer für das Bildungsprogramm inkl. selbstorganisierter Bibliothek
- Hausaufgabenbetreuung durch ausgebildete Tutoren und zusätzlichen Unterricht in Mathematik, Naturwissenschaften und Sprachen
- Psychosoziale Begleitung zur Stärkung von Selbstbewusstsein, Resilienz und Zukunftsperspektiven
Hygiene
- Toiletten und Waschgelegenheiten als Grundlage für Hygiene, Gesundheit und Würde im Alltag
Ernährung
- Eine Kantine verpflegt die Kinder mit einer warmen Mahlzeit pro Tag, eigene Gemüsebeete unterstützen eine frische und nahrhafte Ernährung und fördern praktische Lernangebote
Was das konkret bedeutet, zeigt das Beispiel der 20-jährigen Julia, Durch sportpädagogische Angebote sowie Tutorien und Nachhilfeprogramme, fand sie neue Motivation und Selbstvertrauen. Julia berichtet selbstbewusst:
„Ich hatte früher Probleme mit meinem Selbstvertrauen und der Schule, aber jetzt fühle ich mich motiviert, mich jeden Tag weiterzuentwickeln.“
Geschlechtergerechte Fußballtrainings
Im Vorgängerprojekt waren nur 12 % der 150 Teilnehmenden Mädchen, gerade genug, um eine Mädchenmannschaft zu gründen. Das aktuelle Projekt möchte drei-mal so vielen Mädchen den gleichberechtigten Zugang zum Sport- und Bildungsprogramm ermöglichen. Das Ziel ist es, drei Mädchenmannschaften mit 60 Spielerinnen regelmäßig zu trainieren.
Die Geschichte von Julia und den anderen Kindern in Thlabanello zeigt: Veränderung ist möglich. Mit Fußball, Bildung und Gemeinschaft können wir Benachteiligung überwinden und Kindern die Werkzeuge geben, die sie brauchen, um ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.
Jetzt mit Ihrer Spende Kinder in Namibia stärken:



Die Maßnahmen
Fußball, Bildung und Gemeinschaft für eine bessere Zukunft
Über den Fußball können wir Kinder und Jugendliche erreichen, die auch motiviert sind, ihre schulischen Leistungen zu verbessern und an gemeinnützigen Aktivitäten teilzunehmen
Fußball als Werkzeug für Selbstvertrauen und Gleichberechtigung
Fußball ist der Schlüssel. Durch strukturierte Trainings lernen die Kinder und Jugendlichen nicht nur, wie man ein Tor schießt, sondern auch, wie man im Team arbeitet, Verantwortung übernimmt und an sich selbst glaubt.
Besonders wichtig ist dabei die Förderung von Mädchen:
- Mädchen wie Julia finden durch den Fußball neuen Selbstwert und werden zu Vorbildern für andere.
- Im Rahmen des Projekts werden zwei neue Mädchenteams aufgebaut und von professionellen Trainerinnen angeleitet.
- Durch die Etablierung von Mädchenturnieren sollen bestehende Barrieren abgebaut und nahhaltige Strukturen für Mädchenfußball geschaffen werden.
„Wir wollen Mädchen zeigen, dass sie genauso gut Fußball spielen können wie Jungen“, sagt eine der Trainerinnen. „Und dass sie das Recht haben, auf dem Platz zu stehen.“
Fußball als Schlüssel zur Zukunft
Viele Kinder in Goreangab haben Schwierigkeiten in der Schule. Die Gründe sind vielfältig: überfüllte Klassen, fehlende Lernmaterialien oder schlicht Hunger, der die Konzentration raubt.
Deshalb integriert das Projekt Nachhilfeprogramme direkt an der RFA an. In einem eigens eingerichteten RFA-Bildungscontainer erhalten die Kinder Unterstützung in Fächern wie Mathematik, Englisch und Oshindonga.
„Die Nachhilfe hat mir geholfen, meine Noten zu verbessern“, sagt ein 14-jähriger Teilnehmer. „Jetzt traue ich mir mehr zu.“
Gemeinschaft stärken für nachhaltige Veränderung
Das Projekt setzt nicht nur auf das Engagement der Kinder, sondern auch auf ihre Familien und die gesamte Gemeinschaft. Eltern werden in Selbsthilfegruppen eingebunden, Lehrer:innen und Trainer:innen erhalten Fortbildungen und lokale Akteure wie Schulen und die Stadtverwaltung arbeiten Hand in Hand.
„Wir wollen keine kurzfristigen Lösungen“, erklärt ein Projektverantwortlicher. „Unser Ziel ist es, Strukturen zu schaffen, die auch nach dem Projekt weiterwirken.“
Dass das gelingt, zeigt das große Interesse am Sport und den bildungsorientierten Nachmittagsangeboten.
SODI engagiert sich mit lokalen Partnerorganisationen für Gleichberechtigung und Perspektiven.
Solidarität wirkt – werden Sie Teil unserer Gemeinschaft
Erfolge, die Mut machen
In einem Vorgängerprojekt mit der RFA hat sich bereits gezeigt, was möglich ist. Ein besonders eindrückliches Beispiel ist das Feedback der Eltern:
Über 75 % der Eltern berichten, dass sich Lernmotivation, schulisches Verhalten und die soziale Entwicklung ihrer Kinder verbessert haben.
- „Mein Sohn war früher sehr ruhig und zurückgezogen. Jetzt redet er mehr, ist selbstbewusster und gibt sich in der Schule Mühe.“
- „Die Akademie hat meinem Kind eine neue Richtung gegeben – es ist jetzt stolz auf das, was es kann.“
- „Ich bin dankbar für die Nachhilfe. Mein Kind kann jetzt besser mithalten und freut sich darauf, wieder in die Schule zu gehen.“
Die Gemeinschaft in Thlabanello hat einen Ort des Zusammenhalts gefunden und schafft einen Platz, an dem Kinder und Jugendliche sicher sind, lernen können und Hoffnung schöpfen.
Ein Blick in die Zukunft: Das können wir gemeinsam erreichen
Bis 2028 wollen wir 210 Kinder und Jugendliche, 60 davon Mädchen, direkt erreichen, die durch das neue Fußballprogramm gestärkt werden. Wir wollen, dass mindestens 75 % der geförderten Kinder die nächste Klassenstufe erreichen, und dass 70 % von ihnen sagen können: „Ich fühle mich selbstbewusster und weiß, wie ich mit Herausforderungen umgehen kann.“
Doch das Projekt geht über die direkten Teilnehmenden hinaus. Indem wir Eltern einbinden, Lehrer:innen fortbilden und lokale Strukturen stärken, schaffen wir eine Bewegung, die die gesamte Gemeinschaft verändert.
„Unser Ziel ist es, dass die Kinder nicht nur heute, sondern auch in zehn Jahren noch von diesem Projekt profitieren“, sagt ein Mitarbeiter des NID. „Dafür brauchen wir Menschen wie Sie, die an uns glauben.“
Ihre Unterstützung zählt: Werden Sie Teil der Veränderung
Jedes Kind in Thlabanello hat das Recht auf eine Zukunft.
Mit Ihrer Spende können Sie dazu beitragen, dass Kinder wie Julia und Thomas ihre Träume verwirklichen.Das bewirkt Ihre Hilfe:
- 35 € finanzieren einen Monat Nachhilfe für ein Kind und helfen ihm, in der Schule mitzukommen.
- Für 50 € erhält ein Mädchen eine Grundausstattung mit Sportkleidung und Trainingsmaterialien
- Eine Spende von 100 € hilft, ein Gemüsebeet anzulegen und die Mahlzeiten der Kinder frischer und nährstoffreicher zu machen.
Jetzt spenden und Kindern in Namibia eine Chance geben.






