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19.04.2017

Städte entlang der Oder kämpfen für eine Gesellschaft ohne Atomenergie

Mitglieder der SODI-Ortsgruppen engagieren sich aktiv gegen die Atomenergie und für eine friedliche Gesellschaft ohne Atom. Mit Mahnwachen und Aktionswoche bewegen sie etwas für eine Zukunft ohne Atombomben und Atomkraftwerke.

Fukushima-Mahnwache in Frankfurt an der Oder © SODI, 2017

Fukushima-Mahnwache in Frankfurt an der Oder

Vom 23. April bis 29. April findet die Tschernobylwoche statt. In vielen Städten entlang der Oder gibt es Aktionen. Unter dem Titel „Erinnerung für die Zukunft – von Tschernobyl bis Energiewende“ sollen neben dem Gedenken und Mahnen der Opfer der Katastrophe vom 26. April 1986 Themen der Energiewende und Nachhaltigkeit gemeinsam diskutiert werden.

Nicht nur während der Aktionswoche, sondern auch während dem Rest des Jahres engagieren sich die SODI-Ortsgruppen entlang der Oder für eine atomfreie Gesellschaft und für ein Projekt gegen die Folgen von Tschernobyl in Belarus. Am 11. März gedachten die SODI-Ortsgruppe Eisenhüttenstadt-LOS und das Frankfurter Friedensnetz mit einer Mahnwache dem Unglück von Fukushima und thematisierten die atomare Gefahr. Ein Plakatteppich zeigte Interessierten alle Orte und Regionen der Welt, in denen seit Ende des Zweiten Weltkrieges Reaktorunglücke, verheerende Atombombenabwürfe und -tests stattfanden. "Sechs Jahre liegt das Reaktorunglück von Fukushima zurück – eine winzige Zeitspanne im großen Weltgeschehen, aber eine, in der ein solches Ereignis aus dem menschlichen Gedächtnis getilgt sein kann", mahnt Jürgen Sobeck, SODI-Ortsgruppe Eisenhüttenstadt-LOS. Die Mahnwache thematisierte auch aktuelle Ereignisse. In Büchel (Rheinland-Pfalz) lagern immer noch amerikanische Atomsprengköpfe. „Wir sammelten einige Dutzend Unterschriften für den Abzug der Sprengköpfe“, erzählt Jürgen Sobeck. Die Petition „Taten statt leere Worte“ des Netzwerkes Friedenskooperative finden Sie hier.