Nachrichten

05.12.2017

SODI sagt danke!

Heute, am Tag des Ehrenamtes, danken wir allen Menschen, die sich seit Jahren mit uns für eine gerechte und friedliche Welt einsetzen. Ihre Arbeit beweist: Gemeinsam bewegen wir mehr!

Protest gegen Atomenergie

Ehrenamtliche engagieren sich gegen Atomenergie © SODI

Das Ehrenamt wird bei SODI seit Anbeginn groß geschrieben. Die Freiwilligen der Ortsgruppen entlang der Oder engagieren sich seit mehr als zehn Jahre für eine friedliche Gesellschaft ohne Atomenergie. Das ehrenamtliche Team von „Draufsicht“ beschäftigt sich mit entwicklungspolitischen Fragen und gibt lokale Antworten. „Die Freunde des HAN“ in Berlin unterstützen das Deutsch-Nicaraguanische Krankenhauses HAN (Hospital Alemán Nicaragüense) in Managua mit Projekten zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung. Die Mitglieder des Förderkreises der Entwicklungspolitische Gesellschaft (EPOG) bei SODI engagieren sich mit Projekten in Indien und diskutieren die aktuelle entwicklungspolitische Situation. Auch der „Arbeitskreis der Städtepartnerschaft Berlin-Lichtenberg - Maputo-Kamubukwana“ bewegt durch seine Zusammenarbeit mit den Partner*innen in Mosambik viel im Bereich der Umweltbildung.

All diese Menschen und ihre Tätigkeiten sind für die Arbeit von SODI von unschätzbarem Wert. Dabei  erfordern sie oftmals große Anstrengungen und Durchhaltevermögen. SODI dankt daher ganz besonders all denen Menschen, die sich seit vielen Jahren in den Ortsgruppen, Förderkreisen und im Team mit der Geschäftsstelle solidarisch für eine gerechte Welt eingesetzt haben! Denn gemeinsam mit Euch bewegen wir mehr!

Nastja und Christa: Ein starkes Team

Die SODI-Ortsgruppen entlang der Oder engagieren sich seit mehr als zehn Jahren gegen Atomenergie. Eine besondere Beziehung verbindet sie mit dem weißrussischen Mädchen Nastja Moltschanowa. Seit ihrer Geburt in den strahlenbelasteten Gebieten Weißrusslands hat sie mit einer starken Missbildung der Hüfte und des rechten Beines zu kämpfen. Doch Christa Dannehl aus Schwedt und viele andere Unterstützer*innen machten eine bewegliche Prothese möglich. „Mein persönlich größter Erfolg war es, Nastja dieses Jahr bei unserer Reise als selbstbewusste, fest im Leben stehende junge Frau zu sehen. Mir fiel das kleine schüchterne Mädchen mit den langen Zöpfen ein, das 2005 erstmalig zu uns kam und eine steife Prothese hinter sich herzog. Ich bin einfach stolz darauf, was wir Nastja geben konnten, was wir mit vielen Spendern gemeinsam erreicht haben“, sagt Christa Dannehl. Sie gibt dem jungen Mädchen seit Jahren ein Zuhause während der Aufenthalte in Schwedt und ist nun sozusagen ihre deutsche Großmutter.

Christa denkt gerne an ihre gemeinsame Zeit zurück – schon allein, weil Nastja nun erwachsen ist und 2018 ihre letzte Prothese in Schwedt bekommt – und erinnert sich besonders an den Moment, als das Mädchen zum ersten Mal rennen konnte. 2015, mit nunmehr 16 Jahren, wurde ihr Traum vom Rennen Wirklichkeit. Sie hatte die Chance erstmalig eine Sportprothese auszuprobieren. „Im Laufen rief sie zu mir: ‚Das erste Mal in meinem Leben renne ich!‘ und strahlte übers ganze Gesicht“, erinnert sich Christa Dannehl. 2017 ermöglichte eine tolle Spendenaktion ihr dann endlich eine eigene Sportprothese

Draufsicht: Kritisches Fernsehen

Aber auch andere engagierte Menschen konnten gemeinsam mit SODI viel erreichen. Die junge Redaktion von Draufsicht begeistert seit Jahren Menschen, die freiwillig in ihrer Freizeit lokale Antworten auf globale Fragen suchen und sie in regelmäßigen Filmen umsetzen. Gesellschaftliche Verhältnisse wollte auch Juan Carlos Dozal kritisch hinterfragen, als er vor anderthalb Jahren bei Draufsicht anfing. „Ich habe hier gleichgesinnte, nette Leute getroffen, die sich in sozialen Themen engagieren“, sagt Juan. Besonders gefalle ihm aber auch das eigenständige Arbeiten: „Bei Draufsicht kann ich mich ins Filmemachen selbstständig einarbeiten und somit meinen Traum verfolgen, im Bereich Dokumentarfilm zu arbeiten und Regie zu führen.“

Das Draufsicht-Team freut sich immer über neue Menschen, die gemeinsam und kreativ einen kritischen Blick auf die Gesellschaft werfen wollen. Mehr Informationen hier.

HAN: Krankenhaus in Nicaragua

Seit 2005 engagiert sich der „Freundeskreis des HAN“ für das Krankenhaus HAN im bevölkerungsreichsten und strukturschwächsten Teil der Hauptstadt Managua. Solidarität erhält die Einrichtung durch das freiwillige Engagement von deutschen Medizinstudent*innen, Ärzt*innen und Krankenpfleger*innen, aber auch durch Infrastrukturprojekte. Erst kürzlich wurde im August 2017 das Mütterhaus für die Neonatologie eröffnet. Dank der 16 Betten können die Mütter nun nahe bei ihren kranken Neugeborenen sein. Die Übernachtung und Essen sind kostenlos. „Vorher mussten die Frauen draußen auf Pappe oder in einem absolut runtergekommenen Teil des ehemaligen Lehrgebäudes schlafen. Ich bin froh, dass wir diese Situation endlich ändern konnten“, sagt Karen Heinrich, Freiwillige des Freundeskreises. Das HAN ist das einzige Krankenhaus im dicht besiedelten Osten der Hauptstadt. Durch das freiwillige Engagement der letzten Jahre gab es Weiterbildungen für Kinderärzte und das Krankenhaus konnte über die Jahre Stück für Stück modernisiert werden, um für die mehr als 700.000 Einwohner*innen im Einzugsgebiet eine moderne medizinische Versorgung bereitzustellen.

Heute am Tag des Ehrenamtes danken wir allen Menschen, die sich seit Jahren solidarisch engagieren und sich so mit uns für eine gerechte und friedliche Welt einsetzen. Gemeinsam erreichen wir mehr!

Engagieren auch Sie sich freiwillig!