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25.04.2019

Tag gegen Rassismus: Schüler*innen erfahren mehr über Afrika

Der Internationale Tag gegen Rassismus am 21. März wird jährlich im Rahmen der Internationalen Woche gegen Rassismus ausgerichtet. Mit dem Bildungskonzept des Globalen Lernens tritt SODI ausländerfeindlichen Tendenzen und Rechtspopulismus mit Aufklärung und Sensibilisierung entgegen. Seit mehreren Jahren findet in diesem Zusammenhang der „Afrikatag“ mit Schüler*innen der 7. Klassen an der Alexander-Puschkin-Schule in Berlin-Lichtenberg statt.

Kinder knien um eine Weltkarte und schauen intressiert drauf

Workshop über den „Kinderalltag in einem afrikanischen Land – Zimbabwe“ © SODI

Die Alexander-Puschkin-Schule ist Mitglied des Netzwerks "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage". Hierbei ist der Afrikatag, u.a. in Zusammenarbeit mit SODI, ein fester Bestandteil der Aktivitäten gegen Vorurteile und Diskriminierung in Berlin. Im Zuge des "Internationalen Tages zur Beseitigung der Rassendiskriminierung" beteiligen sich die 7. Klassen der Schule an afrikaspezifischen Workshops über Alltag und Kultur auf dem afrikanischen Kontinent sowie globale Ungerechtigkeiten. SODI vermittelte Expert*innen und führte selbst Projekte durch.

Das aktuelle multimediale Bildungsprojekt HI[STORY] of FOOD von SODI war in der Auswertung das Highlight vieler Schüler*innen. Am Beispiel unserer täglichen Nahrung wurde mit den Jugendlichen über Kolonialismus und seine Auswirkungen bis in die heutige Zeit gesprochen und diskutiert. Anhand beispielhafter Pflanzen erfuhren sie  deren Geschichte, die Verbreitungswege und ihre globalen Verflechtungen. Ein Kurzvideo zeigte die Dimensionen des heutigen ungleichen globalen Handels mit Lebensmitteln aus dem Globalen Süden und die ungleichen Machtverhältnisse. Die Reise der Nahrung erstaunte viele: „Mich hat überrascht, dass es vor 5.600 Jahren schon Popcorn gab“, erzählt eine Schülerin.

In anderen Workshops erfuhren die Schüler*innen etwas über den Alltag der Kinder in afrikanischen Ländern und über Kulturen, z.B. in Kamerun, Mosambik und Ghana. „Ich war erstaunt, dass es so viele Sprachen in Afrika gibt“, sagte ein Schüler bei der Auswertung. Eine andere Schülerin wollte gerne noch mehr über die Hobbys und die Freizeit der Kinder erfahren. Mit der Referentin vom KoordinierungsKreis Mosambik e.V. (KKM aus Bielefeld) überlegten die Schüler*innen, wie sie ihre Schulpartnerschaften mit Partnerschulen fair und gerecht gestalten können. Aber es wurde nicht nur geredet. In den einzelnen Workshops wurden ebenfalls beliebte Spiele aus den einzelnen Ländern nachgebaut und T-Shirts in einer Siebdruckwerkstatt bedruckt.